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40 Megaray: Lytro bringt Profi-Modell seiner Lichtfeldkamera

Die nächste Generation von Lytros Lichtfeldkamera ist da. Die Lytro Illum ist mit einem 40-Megaray-Lichtfeldsensor ausgestattet und wirkt deutlich erwachsener als das Modell von 2012.

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Mit der Lytro Illum kündigt Lytro eine Profi-Variante seiner Lichtfeldkamera an. Der Hersteller gibt die Auflösung des Lichtfeldes mit nun 40 Megarays an. Die Illum soll damit also Einfallsrichtung, Farbe und Intensität von 40 Millionen Lichtstrahlen differenzieren können.

Die neue Lytro Illum wirkt deutlich professioneller als das erste Modell von 2012. Optisch ähnelt sie jetzt einer spiegellosen Systemkamera.

(Bild: Lytro)

Die erste Lytro von 2012 kommt auf elf Megaray. Die fertigen Bilder haben deshalb nur eine relativ geringe Auflösung von 1080 × 1080 Pixeln, etwa 1,2 Megapixeln. Die Illum dürfte nun auf etwa 4 Megapixel kommen.

Lytro verspricht "Motive und Szenen auf erfahrbare, 3-dimensionale Weise nachzubilden". Fotografen sollen im Zusammenspiel mit der Lytro-Software-Plattform nachträglich nicht nur Schärfentiefe, Fokus, Perspektive und Neigung im Lichtfeldfoto anpassen, sondern die Bilder auch in 3D auf 3D-fähigen Geräten wiedergeben können. Außerdem wird es möglich sein, die Bilder in herkömmliche Formate wie JPEG zu exportieren.

Bedient wird die Lytro Illum über ihren 4-Zoll-Touchscreen. Zu dessen Auflösung gibt Lytro keine Details bekannt.

Wie die erste Lytro bietet auch die Illum einen achtfachen optischen Zoom, der eine Kleinbild-äquivalente Brennweite von 30 mm bis 250 mm abbilden soll – und das bei einer konstanten Blende f/2.0. Die Verschlusszeit soll bei maximal einer 1/4000 Sekunde liegen.

Anders als die erste Lytro bietet die Illum auch einen Blitzschuh, dafür ist sie deutlich größer und schwerer. Mit den Maßen 86 × 145 × 166 mm und einem Gewicht von 940 Gramm hat sie Spiegelreflexdimensionen.

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Anfang des Jahres hatte Lytro-Chef Jason Rosenthal bereits angekündigt, die nächste Generation der Lichtfeldkamera auf den Markt bringen zu wollen. "Unser Plan ist, zugleich die Auflösung auf eine Milliarde Lichtstrahlen hochzuschrauben", erklärte Rosenthal damals auf der Innovationskonferenz DLD in München. Dafür werde man aber noch drei bis fünf Jahre brauchen.

Die Illum, ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin, soll nun bereits ab Anfang Mai vorbestellt werden können und ab Juli erhältlich sein. 1600 Euro soll die Profi-Variante der Lytro dann kosten. (ssi)