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Adobe konkretisiert Creative Cloud

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Der Software-Hersteller Adobe hat das Geschäftsmodell der Creative Cloud konkretisiert. Das Stichwort beschrieb bisher lediglich einen Online-Speicherdienst zum Austausch von Photoshop-, Illustrator- und InDesign-Dateien. Nun erweitert Adobe den Begriff auch auf die Anwendungen der Creative Suite und auf die Touch-Apps für Android. Künftig soll das gesamte Kreativangebot von Adobe über die Creative Cloud zu einem monatlichen Abo-Preis von 50 US-Dollar verfügbar sein – zumindest für den US-Markt.

Das Angebot ist auf der englischsprachigen Produktseite der Creative Cloud bei Adobe nachzulesen. Es umfasst alle Anwendungen der Creative Suite sowohl für Windows als auch für Mac OS X, darunter Photoshop, Illustrator, InDesign, Dreamweaver und Flash sowie das Raw-Workflow-Programm Lightroom, die Web-Entwicklungswerkzeuge Edge und Muse und außerdem die im Herbst vorgestellten Touch-Apps. Hinzu kommen die Dienste Adobe Business Catalyst, der Font-Service Adobe Type Kit und die Single Edition der Digital Publishing Suite.

Mit dem Pauschalpreis vereinfacht Adobe das Abo-Modell deutlich gegenüber der unübersichtlichen Preistabelle, die im Zusammenhang mit der Creative Suite 5.5 bekannt wurde. Neue Entwicklungen erhalten Abonnenten unmittelbar und ohne zusätzliche Kosten. Das neue Geschäftsmodell soll im Zusammenhang mit der Creative Suite 6 noch in der ersten Jahreshälfte 2012 erscheinen.

Der Preis von 50 US-Dollar Monatsmiete bezieht sich auf die Laufzeit von einem Jahr und er gilt zunächst nur auf den US-Markt. In Europa fallen die Preise für Produkte der Creative Suite erfahrungsgemäß höher aus. Das dürfte auch bei dem Abo-Modell nicht anders sein. Auf Anfrage hat Adobe aber noch keine Preise für den deutschsprachigen Raum nennen können. Das klassische Geschäftsmodell besteht fort. Man wird also auch weiterhin Lizenzen für die Creative Suite kaufen können.

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(akr)