Menü

Alltägliche Szenen spannend fotografiert: Die Bilder der Woche (KW 2)

Gute Fotografen zeichnet ihr kreativer Blick aus. Die Bilder der Woche zeigen einzigartige Porträts und Landschaftsmotive.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 18 Beiträge

(Bild: Andreas-Joachim Lins)

Von

Die meisten Fotografen haben für ihre Leidenschaft ein eher begrenztes Budget zu Verfügung. Sie könnnen nur davon träumen, für Ihre Shootings durch die Welt zu reisen oder mit einer Highend-Ausrüstung zu arbeiten. Beides übrigens kein Garant für starke Aufnahmen. Denn das Schöne an der Fotografie ist gestern wie heute: Mit Kreativität, gutem Licht und Improvisationstalent sind auch einzigartige Aufnahmen ohne viel Geld möglich. Hier zwei Beispiele aus den Bildern der Woche, die zeigen, wie Sie selbst vorgehen können:

Gute Locations in der Nähe finden: In unserer Galerie präsentiert Andreas-Joachim Lins immer wieder ausdrucksstarke Porträts seiner weiblichen Models, entstanden sind sie vor ausgewählten Stadt- und Landschaftskulissen. Das erfordert etwas Recherche vor Ort, die sich aber bei den Bildergebnissen auszahlt. Das Porträt Shhhhht von Model Jumeria Nox fotografierte Lins beispielsweise in dem botanischen Garten seiner Heimatstadt Hannover. Er schrieb uns dazu: "Wir hatten uns früh im Berggarten Hannover getroffen, um den morgendlichen Frost in die Szenen zu integrieren. Das Porträt zeigt eine Szene in frostiger Umgebung. Die Fashion hat mittelalterlichen Bezug und das Model bittet durch Ihren Finger an den Lippen den Betrachter, die (optische) Stille nicht zu durchbrechen. In der Folge verharren die meisten Betrachter still und konzentrieren sich verstärkt auf die gezeigte Szene."

Archiv durchstöbern, Bilder kombinieren: Betrachtet man seine eigenen Bilder aus zeitlicher Distanz bekommen sie oft eine andere Bedeutung. Sie können auch dazu inspirieren, Details neu zu entdecken und mit anderen Shots zu verschmelzen. Den Weg ging Roland Schirmer. Für sein Foto Rise and Fall kombiniert er Aufnahmen der Standing Stones of Callanish und der Frankfurter Skyline. Die Standung Stones sind eine bekannte Steinformation auf den Äußeren Hebriden, einer Inselkette im Atlantik an der Westküste Schottlands. Die Anlage soll um etwa 3000 vor Christus entstanden sein. Im Kontrast sieht man die Frankfurter Skyline, die ältesten Hochhäuser stammen aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts. "Die Idee zur Kombination kam mir bei der Durchsicht meiner Fotos zwecks Auswahl für eine Ausstellung meines Vereins, dem Fototeam Bruchköbel. Dabei fiel mir die 'Skyline' der stehenden Steine auf, und dass sie zu der in Frankfurt irgendwie passt. Ich habe mich für den dramatischen Titel Rise and Fall entschieden, ohne damit eine gesellschafts- oder wirtschaftskritische Haltung bekunden zu wollen", erklärt der Fotograf.

Alle Bilder der Woche, teilweise mit Statements der Fotografen, haben wir in der folgenden Bilderstrecke für Sie zusammengestellt.

Bilder der Woche (KW2) (7 Bilder)

Mareike 02811

Rudi Rohde aka Samson 55 ist Spezialist für Studioporträts, hier zeigt er, was er kann. Zu seiner Arbeitsweise erklärt er im Detail: "Wie immer arbeitete ich mit einem Blitz und Reflektor. Ausstattung und Aufwand sollen so gering wie möglich sein, um den Ablauf des Fototreffens unkompliziert zu gestalten. Ich arbeite allein, ohne Hilfskraft. So kann ich mich am besten auf die Person konzentrieren. Mareike ist eine junge Frau aus meinem Bekanntenkreis. Sie verdient ihren Lebensunterhalt als Fotomodell, was die Zusammenarbeit sehr erleichtert. Dieses Bild ist in einer sehr lockeren, leichten Stimmung entstanden, sie konnte sich frei entfalten, machen worauf sie Lust hatte. Hat Spaß gemacht!" (Bild: Samson 55)

(sea)