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Amazon verkauft Blitzgerät unter eigener Marke

Der Versender Amazon bietet unter der Marke AmazonBasics ein Aufsteckblitzgerät für Kameras an, das kompatibel zu DSLR-Kameras von Canon und Nikon sein soll. Es wird zum Kampfpreis von 31,50 Euro angeboten. Die Features sind jedoch knapp bemessen.

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(Bild: Amazon)

Amazon bietet unter seiner Eigenmarke AmazonBasics inzwischen auch in Deutschland ein Aufsteckblitzgerät an, das kompatibel mit DSLR-Kameras von Canon und Nikon sein soll. Die Leitzahl wird mit 33 (ISO 100) angegeben. Das Blitzgerät soll nach Angaben des Anbieters vertikal um 0 bis 90 Grad neigbar und horizontal um 0 bis 270 Grad drehbar sein. Die Beschreibung listet drei unterschiedliche Blitzmodi: manueller Modus, Slave-Modus 1 und Slave-Modus 2. Das Blitzgerät ist im Shop von Amazon.de für 31,50 Euro erhältlich.

Der Hinweis, dass das Blitzgerät über einen integrierten Standard-Anschluss zur Synchronisierung mit einem PC selbst ohne Kamera verfüge und mit einem kabellosen Sensor zum Auslösen des Blitzes aus der Ferne ausgestattet sei, dürfte auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen sein. In der amerikanischen Beschreibung lautet der entsprechende Text: "Standard PC synchronous port (input) for off-camera connecting; wireless sensor for triggering flash from a distance". Gemeint sind also offenbar der lediglich übliche PC-Sync-Anschluss, bei dem PC als Abkürzung für Pronto Compur steht, sowie die Möglichkeit, das Gerät durch einen anderen Blitz entfesselt ansteuern zu können.

Das Fehlen von Zusatzkontakten ist ein Indiz dafür, dass der Blitz lediglich manuell geregelt werden kann.

(Bild: Amazon)

Dass der Blitz über acht Helligkeitsstufen und eine automatische Speicherung der letzten Blitzeinstellungen verfügt und der einfache Hot Shoe ohne Zusatzkontakte ist, sind klare Hinweise darauf, dass es sich bei dem Blitz um ein recht einfaches Gerät handelt, das keine der üblichen Zusatzfunktionen aktueller Systemblitze hat. Es entspricht somit im Funktionsumfang den einfachen Modellen aus den Anfangszeiten der Aufsteck-Blitzgeräte, als eine Lichtmessung durch den Blitz noch nicht üblich war.

Einziger Unterschied zu den damaligen Modellen ist die Option, das Blitzgerät im Slave-Modus einzusetzen und es so über den Blitz eines anderen Gerätes auszulösen. Ein Vorteil des AmazonBasics-Blitzes gegenüber deutlich älteren Modellen dürfte in der heute üblichen niedrigeren am Synchronkontakt eingesetzten Spannung liegen. Mit alten Blitzgeräten besteht die Gefahr, dass die Elektronik von DSLRs beschädigt wird. (Christoph Jehle) / (msi)