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Ausstellung: "Reflections of India" eröffnet in Halle

Drei Fotografen, drei verschiedene Blickwinkel: Die Ausstellung "Reflections of India" zeigt Bilder von Manfred Paul, André Wagner und Manjari Sharma und thematisiert neben der Rolle der Religion in Indien auch das alltägliche Leben auf der Straße.

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Ausstellung: "Reflections of India" in Halle zu sehen

Manfred Paul: o. T. (aus der Serie „Indien 1989“), 1989/2016, Silbergelatineabzug/Vintage Print, 25 x 36,5 cm © 2017 Manfred Paul

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle stellt in einer Sonderausstellung das Land Indien in den Mittelpunkt. Unter dem Titel "Reflections of India" zeigen drei Fotokünstler ihre Arbeiten. Die Schau wird an diesem Sonntag eröffnet und dauert bis zum 15. Oktober.

Künstlerisch sei die Ausstellung ein Generationensprung über 20 Jahre hinweg, sagt die Kuratorin Cornelia Wieg. Der Fotokünstler Manfred Paul, Jahrgang 1942, reiste 1989 mit einer Gruppe Künstler aus der DDR nach Indien und brachte aus der Gangesebene Schwarzweiß-Fotografien von Menschen in ihren alltäglichen Lebenssituationen mit. Vor allem die ländlichen Regionen und Vororte dienten ihm dafür als Schauplatz.

Ausstellung: Reflections of India (9 Bilder)

André Wagner: Holi 1 (aus der Serie "Holi - Color Flow"), 2014, Chromalux Print, 162 cm × 108 cm © 2017 André Wagner

Digitale Farbfotografie nutzt André Wagner, Jahrgang 1980, für seine großformatigen Fototableaus, unter anderem zu religiösen Themen. Mit Momentaufnahmen und Langzeitbelichtungen widmet er sich dem Hinduismus und dem besonderen Verhältnis der Menschen zu Raum und Zeit, Tradition und Gegenwart.

Die in Indien geborene und in New York lebende Fotokünstlerin Manjari Sharma, Jahrgang 1979, präsentiert eine inszenierte Fotoserie über populäre hinduistische Gottheiten. Dabei zitiert sie sowohl die traditionelle, auf den mythischen Erzählungen beruhende, als auch die populäre Bild-Ästhetik von Film- und Medienbildern im modernen Indien.

Parallel zur Ausstellung im Kunstmuseum gibt es eine Schau in den Franckeschen Stiftungen. Von hier aus waren Missionare im Jahr 1706 nach Indien aufgebrochen, um den christlichen Glauben zu predigen. Die Ausstellung "Reflections of India" ist ab Montag, 24. Juli für die Öffentlichkeit zugänglich und ab dann bis zum 15. Oktober immer donnerstags bis dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. (mit Material der dpa) / (msi)