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Basalt statt Alu: Stative aus ungewöhnlichem Material

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Gitzo ist bislang der einzige Hersteller, der hochfeste Basaltrohre mit einer Kreuzstruktur aus drei Schichten für den Einsatz in Stativen produziert. Der eingesetzte Faserstoff besteht aus Basaltgestein (bei 1500 °C geschmolzen, zu Fäden versponnen und in einem Pultrusionsverfahren zu Rohren gezogen), der nicht nur eine hohe Wärme- und Formbeständigkeit besitzt, sondern gegenüber klassischem Aluminium für eine 45%ige Gewichtsreduzierung sorgt. Gleichzeitig soll das Material preiswerter als hochwertige Kohlefaser-Werkstoffe sein.

Die Absorptionsfähigkeit von Basaltfasern ist im Unterschied zu Kohlefasern begrenzt. Um diese Eigenheit von Basaltfasern auszuschalten, wurde eine neue Technik entwickelt, die zu höherer Kunstharzaufnahme der Fasern führt und die Rohrdichte und Belastbarkeit steigert. Das Ergebnis, so Gitzo, sei ein Zuwachs der Stabilität um bis zu 22 Prozent.

Die neue Stativserie besteht aus insgesamt sieben Modellen. Mit der Einführung des neuen Hochleistungsrohrs bietet Gitzo in der Basalt-Kollektion – neben den Basalt-Stativen der Serien 1 (extrem leicht und kompakt) und 2 (stabil, leicht, kompakt) – zum erstmalig auch die Serie 3 (höchste Belastbarkeit für Profis) mit drei oder vier Segmenten an. Die Farbgebung soll an die Herkunft des ungewöhnlichen Materials erinnern. Auch die neuen schwarzen Magnesium-Kugelköpfe GH1781QR, GH2781QR und GH3781QR wurden dem Design angepasst.

Zur Serie 1 gehören das Gitzo GT1840C und GT1830, zur Serie 2 das Gitzo GT2840C bzw. GT2830 und schließlich zur Serie 3 das Gitzo GT3840C sowie GT3830, zusätzlich das Einbeinstativ GM3860C. Der Suffix "C" steht jeweils für eine besonders kompakte Bauform. Die Basalt-Stativserie beginnt mit Preisen von 425 Euro, wobei die Standard- und Kompakthöhe jeweils zum gleichen Preis angeboten werden. Die Kugelköpfe gibt es ab 262 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). (cm)