Cambo zeigt Beispiele für modulare Reprosysteme

Cambo hat auf dem hauseigenen Firmenblog ein aus verschiedenen Modulen bestehendes Reprosystem für die Digitalisierung analoger Vorlagen aus Archiven vorgestellt. Potenzielle Einsatzzwecke bieten sich etwa in Museen oder Bibliotheken.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Cambo zeigt Beispiel-Aufbauten für digitale Reprosystems

Die Cambo WRC400r mit montiertem Apo-Macro-Sironar 120 mm 1:5,6, Rodenstock eShutter und passender Interface Box

(Bild: Cambo)

Von
  • Christoph Jehle

Der niederländische Kamerahersteller Cambo hat auf dem firmeneigenen Blog ein Beispiel für den Einsatz seiner modularisierten Aufnahmebausteine zur Digitalisierung von analogen Archiven präsentiert. Ausgangspunkt für den Aufbau war die Cambo Copy Camera WRC-400r und das vibrationsfreie, motorisierte Reprostativ Cambo RPS. Als Objektiv wurde ein Rodenstock HR-Objektiv genutzt und als Rückteil ein Leaf Credo mit 80 Megapixeln.

Als Verschluss kommt in der beschriebenen Version ein Rodenstock eShutter zum Einsatz, der dem Sinar eShutter der Leica Camera-Tochter Sinar Photography entspricht. Dazu wird noch das ebenfalls auf Sinar zurückgehende Steuerungsmodul eControl und ein leistungsfähiger PC benötigt.

Eine Alternative zum mittelformatigen Cambo RPS-Reprosystem auf der Basis der WRC-400r stellt die Actus-Repro mit einer Kleinbildkamera sowie einem Objektiv von Schneider-Kreuznach, Rodenstock oder einem Cambo Actar dar.

Die Module der Cambo-Reproeinrichtung sind direkt von Cambo im niederländischen Kampen größtenteils ab Lager erhältlich. Eine WRC-400r mit Phase One-Adapterplatte schlägt mit etwa 2.200 Euro zu Buche. Eine Stativkombination aus RPS-150 mit RPS-222 kostet etwa 5.900 Euro.

Das häufig für Reprozwecke genutzte Rodenstock Digaron 70 mm kostet als Cambo WRE-570 – Digaron-70 in Fokussierschnecke und Rodenstock eShutter montiert auf einer Cambo Objektivplatte etwa 5.400 Euro. Zur Verschlussansteuerung wird zusätzlich noch eine Rodenstock Interface Box für etwas mehr als 1.300 Euro benötigt. Um das Reprosystem betreiben zu können, benötigt man darüber hinaus neben einem Digitalrückteil auch einen leistungsfähigen PC. Die Kleinbild-Kamera-Alternative auf der Basis einer Actus-Repro kostet zuzüglich des Preises für eine Nikon D810 oder Canon 5DsR mit längerer Schiene und Balgen sowie einem Actar-90-Objektiv rund 3.000 Euro.

Alle Preise – der im Fotohandel praktisch nicht verfügbaren Elemente – verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, die in Deutschland bei 19 Prozent liegt. (msi)