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Canon senkt Jahresprognose

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Im April schaute Canon noch optimistisch auf das laufende Jahr und hob die Prognose an. Nun senkte der Elektronikhersteller den Ausblick – und der liegt beim Umsatz noch niedriger als vor der Anhebung der Prognose. So geht Canon laut Mitteilung (PDF-Datei) nun von einem Jahresumsatz von 3,69 Billionen Yen (39 Milliarden Euro) aus statt der zuvor veranschlagten 3,9 Billionen. Der operative Gewinn werde 390 Milliarden statt 450 Milliarden Yen betragen, der Nettogewinn 250 Milliarden statt 290 Milliarden.

Als Begründung für den Schritt zurück gibt Canon, das 80 Prozent seines Umsatzes im Ausland erwirtschaftet, unter anderem das erwartete mäßige Wachstum der Weltwirtschaft und die Schuldenkrise in Europa an. Die USA würden sich zwar voraussichtlich erholen, aber das Wachstum in China und Indien zurückgehen. Statt 22 Millionen Kompaktkameras würden in diesem Jahr voraussichtlich nur 21 Millionen ausgeliefert. Bei Spiegelreflexkameras geht Canon weiterhin von 9,2 Millionen Geräten aus.

Im vergangenen Quartal steigerte Canon seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 7,5 Prozent auf 899 Milliarden Yen. Der operative Gewinn wuchs um 18 Prozent auf 92,5 Milliarden Yen. Unterm Strich bleibt dem Konzern ein Nettogewinn von 43,7 Milliarden Yen, 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Mit Bürogeräten setzte Canon in den vergangenen drei Monaten 454 Milliarden Yen um, das sind 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Sparte Imaging System mit Kameras wie der EOS 600D, EOS 5D Mark III und EOS 60D hingegen steigerte sich um 22,3 Prozent. Während der Umsatz in Japan, Amerika und Asien/Ozeanien zulegte, ließ er in Europa um 3,6 Prozent nach.

Analysten wie der von Bloomberg befragte Hisashi Moriyama gehen davon aus, dass die schwächelnde Wirtschaft und der starke Yen zusätzlichen Druck auf Canon ausüben werden. Vermutlich müsse das Unternehmen demnächst die Kosten senken. (anw)