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Canon stellt spiegellose 24-MP-Systemkamera EOS M100 und neue Profi-Objektive der L-Serie vor

Canons spiegellose Systemkamera EOS M100 übernimmt Sensor und Bildprozessor von der aktuellen APS-C-DSLR-Klasse. Außerdem zeigt der Hersteller eine lichtstarke Festbrennweite sowie drei neue Tilt-Shift-Objektive und einen neuen Makro-Blitz.

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Canon zeigt spiegellose Systemkamera EOS M100 und vier neue L-Objektive

(Bild: Canon)

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Canon erneuert das Einsteiger-Modell seiner spiegellosen Systemkameras. Herzstück der EOS M100 ist ein 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor mit Dual Pixel-AF sowie dem aktuellen Digic 7-Bildprozessor. Neben der neuen Kamera zeigt der Hersteller auch vier neue EF-Objektive der L-Serie, darunter drei Tilt-Shift-Modelle sowie eine lichtstarke 85-mm-Festbrennweite.

Die EOS M100 soll die vor rund zwei Jahren vorgestellte EOS M10 mit 18-Megapixel-Sensor ablösen. Mit dem neuen 24-Megapixel-Modell nebst neuem Bildprozessor zieht die M100 in beiden Punkten auf Augenhöhe mit Canons aktuellen APS-C-DSLRs. Der Autofokus kann auf 49 Messpunkte zurückgreifen, die Lichtempfindlichkeit ist zwischen ISO 100 und ISO 25600 einstellbar. Die kürzeste Belichtungszeit liegt bei 1/4000 s, maximal sind 30 s möglich. Reihenaufnahmen nimmt die Kamera mit bis zu 6 Bildern pro Sekunde, Videos mit FullHD-Auflösung bei 60 fps auf. Für die drahtlose Kommunikation sind WLAN-, NFC- und Bluetooth-Module verbaut.

Canon EOS M100 (5 Bilder)

Im Inneren der EOS M100 ist ein 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format verbaut.
(Bild: Canon)

Bei der Bedienung bleibt Canon dem Konzept der EOS M10 treu und setzt auf wenige Tasten am Gehäuse selbst – die meisten Einstellungen nimmt der Nutzer per Touchscreen vor. Er hat eine Bildschirmdiagonale von drei Zoll und lässt sich um bis zu 180 Grad nach oben aufklappen. Ein optischer Sucher ist nicht verbaut, auch auf einen externen Blitz müssen Nutzer mangels Anschlussmöglichkeit verzichten. Neben Objektiven mit EOS M-Bajonett lassen sich per Adapter auch Modelle mit EF- und EF-S-Anschluss nutzen. Die EOS M100 soll laut Canon ab Oktober für 480 Euro verfügbar sein. In Kombination mit dem Standardzoom EF-M 15-45 verlangt der Hersteller 600 Euro, in einem weiteren Kit für 830 Euro soll auch das Telezoom EF-M 55-250 enthalten sein.

(Quelle: CanonUSA)

Lichtstarke Festbrennweite, neue Tilt-Shift-Objektive und Makro-Blitz

Mit dem EF 85 mm f/1.4 L IS USM hat Canon zudem eine neue lichtstarke 85-mm-Festbrennweite vorgestellt. Das Objektiv ist zwischen dem rund 1900 Euro teuren EF 85mm f/1.2L II USM und dem deutlich günstigen EF 85 mm f/1.8 positioniert. Es ist mit einer elektromagnetischen Neun-Lamellen-Irisblende ausgestattet, der Bildstabilisator soll bis zu vier Blendenstufen ausgleichen können. Die Naheinstellgrenze des Objektivs liegt bei 85 Zentimetern. Das EF 85 mm f/1.4 L IS USM soll ab November 2017 für 1600 Euro erhältlich sein.

Canon zeigt neue Objektive der L-Serie (4 Bilder)

Mit seinem Vier-Stufen-Bildstabilisator und der hohen Lichtstärke soll sich das EF 85 mm f/1.4 L IS USM auch gut für Filmaufnahmen eignen.
(Bild: Canon)

Mit dem TS-E 50mm f/2.8L Macro, dem TS-E 90mm f/2.8L Macro und dem TS-E 135mm f/4L Macro nimmt der Hersteller zudem drei neue Tilt-Shift-Objektive ins Programm. Sie sind so konstruiert, dass sich per Shift-Funktion durch eine Verschiebung nach oben, unten, rechts oder links perspektivische Verzerrungen – etwa stürzende Linien bei der Architekturfotografie – ausgleichen lassen. Die Tilt-Funktion ermöglicht es, die Schärfeebene beim Fotografieren auch an eine schräge Fläche parallel anzulegen.

Der Spezialblitz MT-26EX-RT soll dabei helfen, Objekte im Nah- und Makro-Bereich gleichmäßig auszuleuchten.

(Bild: Canon)

Alle drei Objektive sollen für Makro-Aufnahmen optimiert sein, die 50-mm-Variante hat eine Naheinstellgrenze von 27 cm, beim 90-mm-Objektiv liegt sie bei 39 cm, beim 135er bei 49 cm. Alle drei Objektive sollen ab November 2017 lieferbar sein und 2550 Euro kosten.

Mit dem Macro Twin Lite MT-26EX-RT zeigt der Hersteller zudem eine Aktualisierung seines Makro-Blitzes MT-24EX. Im Vergleich soll das neue Modell nun eine höhere Leitzahl von 26 bieten, außerdem lässt es sich nun per Funk oder Infrarot fernsteuern. Laut Canon soll der Blitz ab November für 1250 Euro erhältlich sein. (msi)