Das Wilde und das Schöne: Fotografie von Boris Buschardt

Boris Buschardt fängt die Wildheit des Planeten mit seiner Kamera ein und setzt dabei auf eine klare Bildkomposition. Ein Porträt.

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Boris Buschardt fängt die Wildheit des Planeten mit seiner Kamera ein und setzt dabei auf eine klare Bildkomposition. Ein Porträt.

"Das Fotografieren ist für mich Hobby, Leidenschaft und ein guter Ausgleich", sagt Boris Buschardt, der im Hauptberuf Ingenieur in der Automobilindustrie ist, aber schon immer ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Kreativität, verbunden mit einem großem Interesse für Technik, hatte. Und wo ließe sich das besser miteinander kombinieren als in der Fotografie.

Landschaftsfotografie von Boris Buschardt (9 Bilder)

Bastei in der Sächsischen Schweiz (Bild: Boris Buschardt)

Bereits in Kindertagen hat er begonnen, zu fotografieren. Mit seinen Eltern war er viel auf Reisen und die fremde Gegenden weckten sein Interesse. So blieb Buschardt schon früh bei der Landschaftsfotografie hängen. Seine Vorbilder sind Fotografen wie Galen Rowell, Georg und Verena Popp-Hackner oder Joe Cornish.

Motive findet Buschardt auch heute hauptsächlich auf Reisen. Dabei hat er im Voraus keine Story im Kopf, sehr häufig aber ganz bestimmte Bildkompositionen und Motive. "In der Landschaftsfotografie spielt natürlich der Zufall eine entscheidende Rolle – vor allem, was Licht- und Wetterverhältnisse betrifft", erzählt er. Und häufig sind es genau diese Zufallsfaktoren, die für den Fotografen den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Foto ausmachen.

Urlandschaften schützen und erhalten

Boris Buschardt konzentriert sich bei der Wahl seiner Motive auf die ursprünglichen, wilden Landschaften unseres Planeten. Durch eine ruhige und klare Bildkomposition bei gleichzeitig dramatischen Licht- und Wetterverhältnissen versucht er, die besonderen Aspekte der jeweiligen Landschaft zu betonen. "Wenn sich beim Betrachter meiner Fotos Bewunderung für die Schönheit der Natur einstellt und er sich an diesen Ort hinsehnt, so habe ich das Ziel meiner Arbeit erreicht." Buschardt möchte mit seiner Arbeit ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig es ist, die wenigen noch verbliebenen Urlandschaften zu schützen und zu erhalten.

Für die Bearbeitung seiner Fotos verwendet der Fotograf ausschließlich Lightroom und beschränkt sich in der Regel auf Korrekturen von Weißabgleich, Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung. "Ich füge nichts hinzu und kombiniere auch keine zwei Bilder miteinander", sagt er. An Technik ist er zwar grundsätzlich sehr interessiert, in der Fotografie ist sie für ihn jedoch immer nur Werkzeug und damit Mittel zum Zweck, niemals Selbstzweck.

Begründete Kritik ist für Boris Buschardt Motivation und Ansporn zugleich. Unbegründete und nicht nachvollziehbare Ablehnung empfindet er dagegen als wenig hilfreich, doch er lässt sich davon auch nicht weiter beeindrucken. "Wichtig ist für mich positive Rückmeldung zu meinen Fotos, sei es von Freunden und Bekannten in Form von Kommentaren in Internetforen oder durch steigende Verkaufszahlen meiner Bilder und Veröffentlichungen", sagt der Fotograf.

Britta Mümmler für seen.by im August 2013. Seen.by ist ein Tochter-Unternehmen der Heise Medien Gruppe, zu der auch heise Foto gehört.

Boris Buschardt gehört zu 50 Fotografen und Fotografinnen, die seen.by mit ihrer Geschichte und ihren Bildern im Buch "Was Fotografen bewegt" vorstellt. Das Buch ist im dpunkt.verlag erschienen und kostet 34,90 Euro. (ssi)