Deutsche Gesellschaft für Photographie: Auszeichnung für Sternwarten-Fotos

Für seine Fotoserie von deutschen Observatorien wurde der Bochumer Jannis Wiebusch von der Deutschen Gesellschaft für Photographie mit dem DGPh-Preis für Wissenschaftsphotographie ausgezeichnet.

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DGPh- prämiert

Thüringer Landessternwarte bei Jena

(Bild: Jannis Wiebusch)

Von
  • Marten Siegmann

Den von der Sektion Medizin- und Wissenschaftsphotographie der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) verliehenen Preis für Wissenschaftsphotographie erhält Jannis Wiebusch für seine Arbeit „Astronomische Observatorien in Deutschland“. Nach Angaben der DGPh hat Wiebusch im Rahmen seiner Bachelorarbeit bundesweit vier bedeutende Observatorien besucht und fotografiert. Das Projekt ermögliche einen Einblick in diese Sternwarten und zeige den Charakter sowie die Dimensionen der Einrichtungen.

Jannis Wiebusch

(Bild: DGPh/Jannis Wiebusch)

Der Jury gehörte der Sektionsvorstand mit Dorothea Scheurlen, Roy Hessing, Friedrich M. Schmidt, die Preisträgerin von 1996, Ilka Kosmalski, der Bundesinnungsmeister der Fotografen, Hans Starosta sowie Antonia Moers von der Firma Sigma an. In ihrer Begründung hob die Jury hervor, dass Wiebusch seine Annahme, der menschliche Forschungsdrang und Wissensdurst spiegle sich in der Technik und den Anlagen wider, in seiner Arbeit bildnerisch eindrucksvoll und handwerklich perfekt belegt hat.

Jannis Wiebusch - Astronomische Observatorien in Deutschland (6 Bilder)

Archenhold Sternwarte Berlin (Bild: Jannis Wiebusch)

Die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2017 im Rahmen der DGPh-Tagung "Photographie in Medizin und Wissenschaft" im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München statt. Neben der Urkunde erhält der Preisträger auch ein von Sigma gestiftetes Objektiv. Der DGPh-Preis für Wissenschaftsphotographie wurde letztmalig 2007, noch unter dem Namen „Herbert Schober Preis“, verliehen. Herbert Schober war 1957 Begründer und erster Vorsitzender der Sektion Medizin- und Wissenschaftsphotographie.

Wie die DGPh weiter mitteilt, haben Recherchen der Technischen Universität Wien und des Sektionsvorsitzenden ergeben, dass Herbert Schober (1905-1975) offenbar seine Rolle im Nationalsozialismus an der Technischen Hochschule Wien verschleiert hat, indem er in seinem Lebenslauf nach dem Kriegsende falsche Angaben gemacht hat. Die DGPh habe daraufhin entschieden, den Preis in "DGPH-Preis für Wissenschaftsphotographie" umzubenennen. (msi)