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Foto-Shooting auf den Gleisen - Polizei bringt Kinder in Sicherheit

Weil sie für Fotos posieren wollten, haben sich drei Jungen am Hauptbahnhof in Halle in Lebensgefahr begeben: Als Kulisse für ihr Fotoshooting hatten sie sich das Gleisbett ausgesucht. Die Polizei spricht von einem gefährlichen Trend.

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Foto-Shooting auf den Gleisen - Polizei bringt Kinder in Sicherheit

(Bild: CC0 Public Domain )

Sie posierten für Fotos und brachten sich in Lebensgefahr: Die Polizei hat am Hauptbahnhof in Halle drei Kinder von den Gleisen geholt. Die Jungen zwischen 12 und 13 Jahren fotografierten sich im Gleisbett gegenseitig, wie die Bundespolizei mitteilte. Zeugen beobachteten das gefährliche Shooting und informierten die Beamten.

Laut Polizei seien die Kinder unverletzt ihren Eltern übergeben worden. Kurze Zeit nach dem Vorfall in Halle mussten Polizisten wegen eines ähnlichen Vorfalls in Merseburg ausrücken. Hier habe ein 20-Jähriger im Gleisbett des Bahnhofs Selfies von sich geschossen. Auch er blieb unverletzt, bekommt jedoch eine Anzeige wegen unerlaubten Aufenthalts auf den Gleisen.

Bereits früher kam es zu ähnlichen Vorfällen. Die Bundespolizei spricht von einem gefährlichen Trend, auf den sich zumeist junge Mädchen einließen. Die Gefahr sei hoch: Ein Zug lege bei Tempo 160 gut 100 Meter in nur 2 Sekunden zurück und sei bei Windstille erst spät zu hören. Leichtsinn könne dann schnell zu
tragischen Unfällen führen. Mitte März war eine 19-Jährige im US-Bundesstaat Texas von einem Zug erfasst und getötet worden, nachdem sie auf den Gleisen für ein Foto posiert hatte. (mit Material der dpa) / (msi)