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Fotograf Bob Adelman gestorben

Bekannt war er vor allem für seine Bilder von der US-Bürgerrechtsbewegung. Jetzt ist Bob Adelman im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Fotograf habe sich bei einem Sturz Kopfverletzungen zugezogen, berichtet die "New York Times".

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Fotograf Bob Adelman gestorben

(Bild: Bob Adelman, Schirmer / Mosel)

Der für seine Bilder von der US-Bürgerrechtsbewegung bekannte Fotograf Bob Adelman ist tot. Adelman sei bereits am Samstag im Alter von 85 Jahren in Miami Beach gestorben, bestätigte sein deutscher Verlag Schirmer/Mosel am Dienstag gegenüber c't Fotografie. Der Fotograf habe sich wohl bei einem Sturz Kopfverletzungen zugezogen und sei von Freunden gefunden worden, berichtete die New York Times unter Berufung auf die Polizei.

Andy Warhol at 47th street Factory, poses on notorious Factory red couch with Jackie Kennedy silkscreen.1965 New York City

(Bild: Bob Adelman, Schirmer/Mosel-Verlag)

Adelman schuf in den frühen 1960er Jahren fotografische Sozialreportagen der Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King, Malcom X und James Baldwin. Parallel dazu war er ein Freund der New Yorker Castelli-Galerie und hat die Entwicklung der Pop Art im Galerie-Umfeld bereits in ihren Anfängen fotografisch dokumentiert. Eine Ausstellung seiner viel zitierten Andy Warhol-Aufnahmen aus der Factory hatte der Schirmer/Mosel-Showroom in München im vergangenen Sommer unter dem Titel Andy's First Fifteen Minutes gezeigt.

Bob Adelman studierte Jura in Harvard und Philosophie an der Columbia Universität in New York sowie Photographie bei Alexey Brodovitch, dem berühmten Art Director von Harper’s Bazaar. Seine Bilder erschienen in großen Magazinen wie Esquire, Time, Life, New York Times Magazine, Stern oder Paris Match. Innerhalb der Fotografie war er vielseitig aktiv: Neben seiner eigenen fotografischen Tätigkeit war er Herausgeber, Verleger sowie als Nachlassverwalter und Agent seiner Fotografen-Kollegen. (keh)