Fujifilm X-T4: Spiegellose Systemkamera mit interner Bildstabilisierung

Mit einem flexibel gelagerten Sensor setzt sich Fujifilms X-T4 von der Vorgängerin ab. Und auch so manch anderes Gehäusedetail hat der Hersteller überarbeitet.

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(Bild: Fujifilm)

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Nachdem Fujifilm selbst den Countdown runtergezählt und die Gerüchteblogs schon die gesamte englische Pressemitteilung veröffentlicht hatten, ist es nun offiziell. Die Fujifilm X-T4 wird im April für knapp 1800 Euro in den Handel kommen. Optisch setzt sich das neue Topmodell nur zaghaft von der Vorgängerin ab. Und auch beim Sensor verlässt sich Fujifilm erneut auf den X-Trans-CMOS 4 (APS-C), der eine Auflösung von 26 Megapixeln bietet. Anders als bei der X-T3 ist er flexibel gelagert.

Bisher behielt der Hersteller diese Technik der vergleichsweise voluminösen X-H1 vor. Die Bildstabilisatoreinheit der X-T4 soll um 30 Prozent kleiner und um 20 Prozent leichter ausfallen und präziser arbeiten. Der Bildstabilisator arbeitet je nach verwendetem Objektiv Hand in Hand mit dessen optischem Stabilisator zusammen. Mit einigen der knapp 30 XF-Objektive soll so eine um 6,5 Blendenstufen längere Belichtungszeit möglich sein als ohne Stabilisierung.

Die Fujifilm X-T4 sitzt in einem Gehäuse, das an analoge Spiegelreflexkameras angelehnt ist. Sie setzt sich von der Vorgängerin unter anderem mit einer internen Bildstabilisierung ab.

(Bild: Fujifilm)

Eine Veränderung zur Vorgängerin zeigt sich auch bei der Serienbildrate mit AF/AE-Tracking und mechanischen Verschluss, die Fujifilm nun mit maximal 15 Bildern pro Sekunde angibt. Im LiveView-Modus seien allerdings lediglich acht Bilder pro Sekunde möglich. Was das genau bedeutet, konkretisiert Fujifilm nicht. Wir legen sobald wie möglich einen Testbericht nach. Mit ihrem mechanischen Verschluss kam die X-T3 nur auf maximal elf Bilder pro Sekunde. Mithilfe des elektronischen Verschlusses soll die X-T4 wie die Vorgängerin auf eine Serienbildrate von 30 Bildern pro Sekunde kommen.

Beim Autofokus verspricht Fujifilm außerdem eine verbesserte Leistungsfähigkeit vor allem bei Gesichts- und Augenerkennung.

Nachgearbeitet hat Fujifilm beim rückseitigen Display, das nun frei schwenkbar und nicht mehr nur neigbar ist. Mit 1,6 Millionen Pixeln (900 × 600 Bildpunkte) hat sich außerdem seine Auflösung deutlich erhöht, die Vorgängerin X-T3 kommt nur auf 780 × 480 Bildpunkte.

Der Monitor der X-T4 ist frei schwenkbar. Ihr Sucher bietet eine Auflösung von 3,69 Megapixeln (1280 × 960 Bildpunkte) und bleibt damit auf Vorgängerniveau.

(Bild: Fujifilm)

Und auch ein neuer Filmsimulationsmodus ist an Bord. "Eterna Bleach Bypass" imitiert den Bleach-Bypass-Effekt mit deutlichen Kontrasten und entsättigten Farben, den man bei der Farbfilmentwicklung erzielen kann, wenn man auf den Bleichvorgang verzichtet und somit die Umwandlung von Silber zu Silberbromid unterbindet.

Videos zeichnet die X-T4 mit maximal 4096 × 2160 Pixeln bei 60 Bildern pro Sekunde auf, wobei sie mit 10 Bit 4:2:0 auf SD-Karte aufzeichnet und Material mit 10 Bit und 4:2:2 Farbunterabtastung dagegen via HDMi auf einen externen Recorder ausgibt.

Mit dem NP-W235 setzt Fujifilm außerdem einen neuen Akku ein, dessen Kapazität bei etwa 2200 mAh liegt, womit die X-T4 auf etwa 500 Aufnahmen mit einer Ladung kommen soll.

Fujifilm X-T4 Promotion-Video

(ssi)