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Intel will RealSense-Kamera in Smartphones einbauen

Intel will künftig neben Tablets, Laptops und Desktop-PCs auch Smartphones mit seiner RealSense-Kamera-Technik ausstatten. Einen ersten Prototypen stellte das Unternehmen nun vor.

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Mit RealSense lässt sich der Fokus-Punkt in Fotos nachträglich verändern.

(Bild: Intel)

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Auf dem Intel Developer Forum 2015 im chinesischen Shenzhen hat Intel eine Weiterentwicklung seiner RealSense-Technik vorgestellt. Der Chip-Hersteller hat das 3D-Kamera-System geschrumpft, es soll damit auch in ein Smartphone passen. Das neue RealSense-Modul ist nicht nur kleiner, sondern soll laut Intel-CEO Brian Krzanich auch eine größere Recihweite erfassen und weniger Wärme entwickeln.

Krzanich zeigte einen ersten Prototypen der Kamera, der in einem 6-Zoll-Smartphone verbaut wurde. Angeschaltet wurde das Gerät dabei laut BBC jedoch nicht. Den Angaben zufolge will Intel die kleine RealSense-Kamera noch in diesem Jahr an Hardware-Partner ausliefern. Konkrete Details zur Ausstattung des Bauteils liegen bislang jedoch noch nicht vor. Unklar ist außerdem, wie stromhungrig RealSense ist.

Die RealSense-Technik von Intel ähnelt Microsofts Kinect-Kamera. Verbaut in einem Tablet, Smartphone oder Laptop soll RealSense Gestensteuerung ermöglichen sowie das nachträglich den Fokus-Punkt in Fotos und Videos zu versetzen. Mit der Technik sollen außerdem dreidimensionale Objekte eingescannt werden können. RealSense kommt aktuell unter anderem im Dell Venue 8 7840 zum Einsatz.

Konkurrenz bekommt Intel von Google. Der Suchmaschinen-Konzern entwickelt zusammen mit dem deutschen Unternehmen PMDTechnologies Project Tango – einen 3D-Bildsensor, der in einen Tablet-PC passt. Die Technik ist aktuell als Dev-Kit erhältlich.

Das US-Unternehmen Pelican Imaging arbeitet ebenfalls an einer 3D-Smartphone-Kamera mit Tiefensensor, mit dem nicht nur der Fokus-Punkt in Fotos versetzt werden kann, sondern 3D-Fotos und -Videos möglich sind. Die Entwicklung wird von Qualcomm und Nokia Growth Partners unterstützt.

Apple hatte 2013 mit PrimeSense die Macher hinter der ursprünglichen Kinect-Version gekauft. Pläne, wie die PrimeSense-Technik in zukünftige Apple-Produkte integriert werden könnten, gab der Konzern jedoch noch nicht bekannt. (Denise Bergert) / (anw)