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Kickstarter-Finanzierung für Objektiv C.P. Goerz Citograph 35 mm

Das Start-Up C.P. Goerz hat ein Kickstarterprojekt zur Finanzierung des Citograph 8/35 mm-Objektivs angeschoben. Das für KB-Vollformat ausgelegte Wechselobjektiv vom Tessar-Typ verzichtet auf Blenden- sowie Fokuseinstellung.

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Kickstarter: C.P. Goerz Citograph 8/35 mm-Fixfokus-Lochblenden-Wechselobjektiv

(Bild: C.P. Goertz)

C. P. Goerz American Optical Co Inc. hat zur Finanzierung des Citograph 8/35 mm-Wechselobjektivs eine Kickstarter-Kampagne aufgelegt, die ihr Finanzierungsziel von 30.000 US-Dollar bereits um fast 100 Prozent (Stand: 11. Juli 2017) überschritten hat und noch bis zum 28. Juli 2017 läuft. Das Projekt geht zurück auf der Kölner Fotografen Benedikt Hartmann.

Das Objektiv vom Typ Tessar soll aus vier Elementen in drei Gruppen aufgebaut sein. Bei der Konstruktion wurde auf bewegliche mechanische Elemente wie eine einstellbare Blende und Fokussierung verzichtet. Die Objektivdaten mit Blende 8 und einer Brennweite von 35 Millimetern ergeben einen Schärfebereich von etwa drei Metern Entfernung bis Unendlich.

Der Bildwinkel bei Kleinbild beträgt den Angaben zufolge etwa 31 Grad. Das Filtergewinde hat die Maße M 37 × 0,75. Die äußeren Maße des Objektivs betragen 58 Millimeter für den Durchmesser und je nach Kameraanschluss 13 bis 23 Millimeter in der Länge. Vom Anschluss hängt auch das Gewicht ab, das etwa 120 Gramm betragen soll. Vorgesehen sind Versionen für Nikon, Canon, Sony E, Leica M, Pentax, MFT und Fujifilm-X.

Die C.P. Goerz American Optical Company

Der Name C.P. Goerz geht zurück auf die von Carl Paul Goerz im Jahre 1886 gründete Berliner Unternehmung, die ab dem Jahre 1890 als Optische Anstalt C.P. Goerz firmierte und später in der Zeiss Ikon AG aufging. In den USA war die C.P. Goerz American Optical Company noch bis 1972 im Bereich der Cine-Objektive tätig, bevor sie in der zum deutschen Optik-Hersteller Schneider-Kreuznach zählenden Schneider Optics aufging.

Preis und Verfügbarkeit

Das Objektiv soll entweder in Südeuropa oder in Fernost produziert und ab Frühjahr 2018 ausgeliefert werden. Der Preis im Rahmen des Kickstarter-Projektes beginnt bei knapp 230 US-Dollar. Der Einzelhandelspreis wird mit etwa 550 US-Dollar angegeben. Der Versand erfolgt aus Deutschland, was jeweils zu einem Aufschlag von 19 Prozent für die Mehrwertsteuer führt. (Christoph Jehle) / (msi)