Kickstarterprojekt: MOG Lydith 3,5/30 mm

Meyer-Optik-Görlitz hat in den USA ein Kickstarterprojekt begonnen, um eine neue Version des Lydith 3,5/30 mm-Objektivs aufzulegen. Ausgelegt für KB-Vollformat soll es mit zahlreichen Anschlüssen angeboten und komplett in Deutschland gefertigt werden.

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Kickstarterprojekt: MOG Lydith 3,5/30 mm

(Bild: MOG)

Von
  • Christoph Jehle

Das zur Koblenzer netSE zählende Unternehmen Globell hat ein neues Kickstarterprojekt der Meyer Optik USA veröffentlicht, das am 4. Juli 2017 endet. Das ursprünglich von Meyer-Optik in Görlitz (MOG) entwickelte Weitwinkelobjektiv Lydith 3,5/30 mm, das zuletzt unter dem Namen des DDR-Herstellers Pentacon verkauft worden war, soll mit Hilfe des Kickstarterprojektes neu aufgelegt werden. Meyer Optik USA hat seinen Sitz in Atlanta im Bundesstaat Georgia.

Der optische Aufbau des Lydith soll aus fünf Elementen in fünf Gruppen, also aus fünf einzelstehenden Elementen bestehen. Die bis auf f22 schließbare Blende besteht aus zwölf Lamellen. Der Bildwinkel des für KB-Vollformat gerechneten Objektivs wird mit etwa 35 Grad angegeben. Die Naheinstellgrenze soll bei 16 Millimetern und das Gewicht je nach Anschluss bei etwa 220 Gramm liegen. Das rein manuelle Objektiv verfügt über keinerlei Übertragungselemente. Dies betrifft nicht nur elektrische Übertragungen, sondern auch mechanische.

So gibt es keine Blendenautomatik und keine Messsucherkupplung bei den Objektiven mit Leica M-Anschluss. Das Lydith lässt sich somit in erster Linie an Leica M-Kameras mit Live View nutzen. An Leica M-Versionen ohne Live View muss die Entfernung demnach geschätzt werden. In der Kickstarterbeschreibung wird erwähnt, dass das Objektiv mit Glas von Schott hergestellt und über eine Antireflexvergütung namens O‘Hara verfügen soll. Die mechanischen Bauteile der in Deutschland produzierten MOG-Objektive kommen in der Regel von spezialisierten Produzenten, die auch andere Optikfirmen beliefern. Die Montage der Objektive erfolgt dann in einer Hamburger Manufaktur.

Das Lydith 3,5/30 mm soll mit Anschlüssen für Canon EF, Nikon F, Sony, Fujifilm X, Micro-Four-Thirds, M42 und Leica M sowie Leica SL angeboten werden. Das Lydith soll wie alle auf früheren Optikrechnungen aus Görlitz basierenden Objektive zu hundert Prozent in Deutschland gefertigt werden.

Das Kickstarterprojekt mit einer Laufzeit von 24 Tagen endet am 4. Juli. Das Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar wurde mit derzeit 207.637 US-Dollar (Stand 12. Juni, 13.10 Uhr) bereits übertroffen. Als Early Bird / Second Batch wird das Objektiv für knapp 700 US-Dollar angeboten. Das Lydith soll nach Auslieferung der Kickstarterbestellungen ab März 2018 verfügbar sein. Der Preis soll dann etwa doppelt so hoch sein wie im Rahmen der Kickstarterkampagne. (msi)