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Leica-Chef Kaltner geht

Leicas Firmenchef Oliver Kaltner kündigt nach nicht einmal zwei Jahren den Rückzug an - dem Vernehmen nach war der Aufsichtsrat unzufrieden.

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Oliver Kaltner

(Bild: Leica)

Der Kamerahersteller Leica muss sich einen neuen Chef suchen. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Kaltner habe sich entschlossen, sein zum 31. August 2017 endendes Mandat nicht zu verlängern, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Seine Entscheidung basiere "auf anderen Plänen, die ich verfolgen möchte", erklärte Kaltner. Bis Ende August werde er als Vorstandschef der Leica Camera AG "in vollem Umfang" zur Verfügung stehen. Kaltner hatte den Posten an der Spitze des Traditionsunternehmens im April 2015 angetreten.

Der frühere Microsoft-Manager Kaltner war seit Herbst 2014 bei Leica und seit April 2015 auf dem Chefposten. Aus dem Unternehmen war am Dienstag zu hören, dass der Aufsichtsrat unzufrieden mit dem Führungsstil Kaltners war. Er habe den kleinen Kamerahersteller geführt wie einen Großkonzern. Ihm sei es nicht gelungen, "die Mitarbeiter mitzunehmen".

Zur Nachfolge will sich Leica erst zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Nach Informationen von dpa soll der jetzige Aufsichtsratschef Andreas Kaufmann den Vorstandsvorsitz zunächst kommissarisch übernehmen.
(Carolin Eckenfels, Andrej Sokolow, dpa) / (keh)