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Leica M: Kamerasensoren mit Korrosionsflecken

Einige Leica-Fotografen haben auf den Sensoren ihrer M9 Korrosionsflecken entdeckt. Leica verspricht einen kostenlosen Austausch.

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Leica M: Kamerasensoren mit Korrosionsflecken

(Bild: Leica)

Bereits seit 2010 hatten Fotografen vereinzelt in verschiedenen Foren darüber bereichtet, dass sie weiße Flecken auf den Sensoren ihrer Leica M9 gefunden hätten, die sich mit keiner Reinigungsmaßnahme beseitigen ließen – so die Leica-Community "La VidaLeica". Bei diesen Flecken soll es sich um kleine Korrosionsdefekte im Glas des IR-Filter-Deckglases handeln. Solche Effekte beobachtet man häufig auch bei Gläsern, die in der Spülmaschine von agressiven Reingungs-Chemikalien angegriffen wurden.

Leica M - Alle digitalen Meßsucherkameras (6 Bilder)

2006 Leica M8

Die Leica M8 war die erste Meßsucherkamera von Leica. Weil der Sensor kleiner war als das Kleinbildformat der analogen M-Kameras, hatte sie einen Crop-Faktor von 1,33.

(Bild: Leica)

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Leica hat inzwischen auf die Berichte reagiert und verspricht eine kostenlose Reparatur betroffener Kameras. Dabei wird in der Regel der CCD-Sensor ausgetauscht. Betroffen sind fast alle Modelle seit 2009 wie Leica M9, M9-P, M-E und M Monochrome – sowie auch die diversen Sondereditionen. In all diesen Modellen soll der Sensor KAF-18500 verbaut worden sein, der mit einem IR-Filter-Deckglas (Schott S8612) versehen ist. Ältere Modelle wie die M8 oder neuere wie die Leica M (Typ 240) mit CMOS-Sensor sind nicht betroffen.

Fotografen, deren Kamera eine beeinträchtigte Abbildungsleistung aufweisen, wenden sich am besten direkt an den Leica-Kundendienst. Kunden, die ein Upgrade auf die Leica M (Typ 240) wünschen, erhalten nach Aussage von Leica ein Vorzugsangebot unterbreitet. (pen)