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Mädchen machen Selfies auf ICE-Strecke

Immer wieder bringen sich vor allem junge Menschen beim Aufnehmen von Selfies auf Bahngleisen in Lebengefahr. Allein im Großraum Augsburg habe man seit Januar 27 Kinder und Jugendliche vom Gleis geholt, berichtet die Bundespolizei.

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(Bild: dpa)

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Zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren haben sich in Augsburg für ein Selfie in große Gefahr begeben. Die beiden Teenager waren auf die Schienen der häufig befahrenen ICE-Trasse München-Augsburg geklettert, um sich mit ihren Handys selbst zu fotografieren. "Diese Selfies auf Bahngleisen sind ein gefährlicher Trend, gerade bei Mädchen", kommentierte ein Sprecher der Bundespolizei Nürnberg am Mittwoch den Vorfall vom Montag. Seinen Angaben zufolge sind seit Januar 2014 allein im Großraum Augsburg 27 Kinder und Jugendliche ins Gleis gestiegen.

"Die Züge sind schneller da, als die Jugendlichen sich das vorstellen könnten", sagte Michaela Hofmeister von der Bundespolizei gegenüber der dpa. Bei einer Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern seien es für 100 Meter nur 2,27 Sekunden. Viele Züge wie etwa Güterzüge stünden zudem nicht auf den Fahrplänen. Vier Todesfälle junger Mädchen in den letzten Jahren ließen sich auf diesen Trend zurückführen, sagte die Polizeiobermeisterin aus Rosenheim. Die Bundespolizei geht daher in die Schulen, um Schulklassen vor den Gefahren zu warnen. "Wir hoffen, dass sich die Informationen wie ein Schneeball durch Mund-zu-Mundpropaganda unter den Jugendlichen verbreitet", sagte Hofmeister. (dpa) / (keh)