Neue Digitalrückteile von Mamiya

Mamiya bringt für seine professionellen Mittelformat-Gehäuse drei neue Digitalrückteile mit 18, 22 und 31 Megapixeln heraus und senkt gleichzeitig den Preis für das universelle ZD Back Double Buffer.

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Von
  • Carsten Meyer

M18, M22 und M31 unterscheiden sich äußerlich nur durch die Aufschrift.

Star der neuen Digital Backs ist das Mamiya M31 Digitalrückteil, das wie die anderen beiden für die 645-er Mittelformatkamera-Serie (645 AFD II, AFD III und RZ67 Pro IID) gedacht ist. Sein 44,2 × 33,1 mm2 großer CCD-Sensor im Seitenverhältnis 4:3 löst 31,6 Millionen Pixel auf, die "Brennweitenverlängerung" zum Mittelformat beträgt dabei 1,26-fach. Es erlaubt kontinuierliche Serienaufnahmen mit 0,8 Bildern pro Sekunde auf CF-Karte oder per Kabel direkt auf den Computer, auf dem die Capture One DB Software läuft. Das M31 bietet eine Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 1600 und soll sich dank guter Moiré-Kontrolle besonders für die Modefotografie eignen; dabei hilft auch die Live-View-Funktion auf dem 2,2 Zoll großen Display. Das M31 liefert TIFF-Daten mit 16 Bit pro Farbkanal; Mamiya gibt die Dynamik mit 12 Blendenstufen an.

Mit rund 13.000 Euro genau so teuer wie das M31 ist das neue M22, das "nur" 22 Megapixel auflöst, aber mit einem größeren Sensor (48,9 × 36,7 mm2, Crop-Faktor 1,14) ausgestattet ist. Die größeren Pixel (9 × 9 µm) versprechen sehr rauscharme Studio-Aufnahmen, dementsprechend beginnt der Empfindlichkeitsbereich hier bereits bei ISO 50 und reicht nur bis ISO 800. Die Serienbildrate liegt hier bei 0,67 Bildern/s, im Gegenzug erhält man laut Mamiya aber eine optimierte LiveView-Darstellung.

Das etwa 8000 Euro teure M18 sieht Mamiya als Alternative zu Kleinbild-DSLRs, bis auf die Auflösung und Empfindlichkeit (ISO 100 bis ISO 800) entspricht es von der Aussstattung her wieder dem M31. Mamiya lobt hier den großen Dynamikumfang auch in höheren ISO-Stufen.

Das schon seit einigen Tagen bekannte ZD Back DB mit 21 Megapixeln ist dank doppelt ausgelegtem Frame-Buffer für ein Digital Back mit 1,2 Bildern pro Sekunde recht schnell, womit es sich für den Allround-Einsatz empfiehlt. Besonderheit sind hier die austauschbaren CCD-Filter (IR-Cut, Low-Pass, IR-Fotofilter). Der 48 × 36 mm große Sensor liefert zwar nur Empfindlichkeiten von ISO 50 bis ISO 400 und das Display ist mit 1,8 Zoll recht klein geraten, dafür liegt der Preis aber auch nur bei knapp 5000 Euro. Auch beim ZD verspricht Mamiya 12 Blenden Dynamikumfang.

Für etwa 2000 Euro Aufpreis gibt es zu den Rückteilen M18, M22 und M31 auch gleich die passende Kamera mit Objektiv dazu (645 AFD III mit Sekor AF 2,8/80 mm D). Das ZD Back Set kostet zwar satte 3000 Euro mehr, dafür ist hier noch ein weiteres Objektiv (einige zur Auswahl, bis hin zum knapp 3000 Euro teuren AF 4,5/300 mm APO) enthalten. Neu ist bei Mamiya auch der Wechselschlitten HX401, mit dem man die Mamiya ZD Backs an die meisten am Markt befindlichen 4x5"-Fachkameras ansetzen kann. (cm)