Menü
c't Fotografie

Nikon D500: Neues APS-C-Spitzenmodell mit Profi-Technik

Neben der D5 hat Nikon auf der CES noch eine weitere Spiegelreflexkamera vorgestellt. Die D500 arbeitet mit APS-C-Sensor und hat sich einiges vom Profi-Modell D5 abgeschaut.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 76 Beiträge
Nikon D500

(Bild: Nikon)

Anzeige
Nikon D500 Gehäuse (VBA480AE)
Nikon D500 Gehäuse (VBA480AE) ab € 1786,–

Zur Consumer Electronics Show (CES) nach Las Vegas hat Nikon nicht nur sein neues Vollformat-Spitzenmodell D5 mitgebracht. Auch eine DX-Spiegelreflexkamera mit einem neuen 21-Megapixel-APS-C-Chip können Besucher dort sehen: Die D500 beerbt nach einer gefühlten Ewigkeit die D300(s). Nikon will sie am Markt als schnelles Arbeitstier im kompakteren Gehäuse platzieren und richtet sich damit sowohl an ambitionierte Hobby-Fotografen als auch an Profis. Dafür arbeitet die DX-Kamera mit Technik aus dem Vollformat-Spitzenmodell D5 (FX).

Nikon D500 in Bildern (4 Bilder)

Auf der CES hat Nikon auch sein neues APS-C-Topmodell vorgestellt: die D500. 
(Bild: Jan-Keno Janssen)

So stammt unter anderem das Autofokus-System mit 153 Punkten und 99 Kreuzsensoren aus der großen Schwester. Es soll auch bei ungünstigen Lichtbedingungen äußerst präzise funktionieren. Auch den neuen Bildprozessor Expeed 5 setzt Nikon in der D500 ein. So erreicht die D500 nun eine Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 51.200. In der Mitteilung zur Kamera schreibt Nikon, dass die Empfindlichkeit auf bis zu ISO 1.640.000 erweitert werden kann. Dieser Wert dürfte aber tatsächlich nur theoretisch spannend sein, praktisch werden die Fotos wohl einer freien Interpretation eines Motivs gleichen.

Auch in Sachen Geschwindigkeit orientiert sich die D500 am Profi-Modell: Sie erreicht eine Serienbildrate von zehn Bildern pro Sekunde mit AF-Verfolgung. Durchhalten soll sie dieses Tempo etwa 200 Aufnahmen lang, so Nikon. Wie die D5 filmt die D500 außerdem in Ultra-HD-Auflösung mit 3840 × 2160 Pixeln bei 24, 25 oder 30 Bildern pro Sekunde.

Der Touchscreen der D500 ist klappbar. Hier orientiert sich Nikon an seinen Mittelklasse-Spiegelreflexkameras, deren Bildschirme sogar schwenkbar sind.

(Bild: Nikon)

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen DX- und FX-Kamera ist der 3,2-Zoll-Touchscreen mit einer XGA-Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten. Beim ersten Ausprobieren auf der Messe bemerkte unser Redakteur Jan-Keno Janssen eine ebenso leichte Verzögerung wie bei der D5. Allerdings handelte es sich bei dem Testmodell um ein Vorseriengerät. Anders als beim Vollformat-Gerät ist der Monitor der D500 klappbar.

Ferner integriert Nikon die Funktion SnapBride in sein neues APS-C-Spitzenmodell. Mithilfe von "Bluetooth Low Energy" kann die Kamera permanent mit dem Smartphone verbunden werden. Bilder werden dann beispielsweise automatisch aufs Telefon übertragen. Außerdem lassen sich Ortsinformationen des Smartphones in den Fotos verwenden (Geotagging). Nicht zuletzt lässt sich die D500 via WLAN mit dem Smartphone fernsteuern.

Schon im März könnte die Spiegelreflexkamera für knapp 2300 Euro im Handel erhältlich sein. Im Kit mit dem vergleichsweise lichtstarken NIKKOR 16-80mm f/2.8-4E ED VR sollen etwa 3300 Euro fällig werden. (ssi)