Nokia macht Straßenaufnahmen für Kartendienst Here

Noch im Juni will Nokia damit beginnen Straßenaufnahmen von Städten in aller Welt zu machen, um den Kartendienst Here zu erweitern. Hausbesitzer, die ihre Fassade verpixeln wollen, müssen wie einst bei Google Street View widersprechen.

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Von
  • Martin Holland

So sehen Nokias Kamera-Autos aus.

(Bild: Nokia)

Nokia will in diesem Monat damit beginnen, Straßenansichten von Dutzenden Städten in aller Welt für seinen Kartendienst Here zu fotografieren und damit unter anderem Google Street View nacheifern. Wie das Unternehmen auflistet, sollen im Juni allein in Deutschland neun Städte von speziell ausgerüsteten Autos angefahren und abgelichtet werden: Baden-Baden, Bamberg, Berlin, Freiburg, Ingolstadt, Karlsruhe, Nürnberg, Stuttgart und Ulm. Im Juli sollen dann zwölf weitere Städte in der Bundesrepublik folgen. Auf einer ausführlichen Liste sind die anderen Staaten aufgelistet, in denen ebenfalls Fotos gemacht werden sollen. Besonders viele Städte sind etwa in Schweden, Polen und Frankreich avisiert. In Nokias Heimat Finnland sollen vier Städte abgelichtet werden.

Wie das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht nun mitteilt, werden die Aufnahmen von PKW gemacht, die mit dem Here-Logo gekennzeichnet sind. Unter einer eigens eingerichteten Internetseite will Nokia demnach über die Zeitpunkte der Kamerafahrten informieren – soweit das technisch möglich sei. Auf den Fotos sollen vor ihrer Veröffentlichung zufällig aufgenommen Personen und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden. Im Internet sollen die Bilder frühestens sechs Monate danach, also zum Jahreswechsel 2014/2015 landen. Wer der Veröffentlichung eines Fotos seiner Hausfassade widersprechen will, solle dies per E-Mail (privacy@here.com) oder Brief (Nokia Corporation, c/o Privacy, Karakaari 7, 02610, Espoo, Finnland) direkt bei Nokia tun. (mho)