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Nokia startet Verkauf der Virtual-Reality-Kamera Ozo

Die kugelrunde Kamera Ozo soll die Produktion von 3D-Filmen stark vereinfachen. Durch sie könnte es bald mehr Material für die Oculus Rift und andere VR-Brillen geben. Die Ozo ist aber auch teuer.

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Die Ozo sieht aus wie eine schwebende Kugel, wird aber über einen kleinen Arm in die Höhe gehalten.

(Bild: Nokia)

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Nokia hat mit dem Verkauf seiner Virtual-Reality-Kamera Ozo begonnen. Die kugelrunde Kamera kostet 60.000 US-Dollar. Mit der Kamera sollen professionelle Filmemacher wesentlich einfacher als bisher Zuschauern einen Rundumblick ermöglichen.

Die Ozo hat jeweils acht Kameras und acht Mikrofone integriert, dadurch werden sowohl Bild als auch Ton in 3D aufgenommen. Die mit der Ozo aufgezeichneten Filme sind für das Anschauen über Virtual-Reality-Brillen wie etwa der Oculus Rift oder der HTC Vive bestimmt.

Jede Kameralinse der Ozo hat einen Bildwinkel von 195 Grad, wodurch die acht Kameras den 360°-Blick schaffen. Die Filmdateien speichert Ozo auf einer wechselbaren SSD-Festplatte mit einer Speicherkapazität von 500 Gigabyte. Laut Hersteller reichen die 500 GByte für etwa 45 Minuten Videomaterial. Jedes weitere Festplattenmodul wird mit 5.000 US-Dollar zu Buche schlagen. Die Kamera wiegt mit Akku 4,2 Kilo. Zur Bearbeitung der Filme wird OS X 10.10 verlangt.

Nokia Ozo (4 Bilder)

Die acht Kameras der Ozo haben jeweils einen Bildwinkel von 195 Grad.
(Bild: Nokia )

Momentan hat Nokia Probleme mit seinem Shop. Kaufinteressierte müssen sich also gedulden. Die Auslieferung der Kamera soll auch erst im Frühjahr 2016 erfolgen; der Verkauf vieler Zubehörteile geht im 1. Quartal 2016 los.

Konkurrent Google arbeitet mit der VR-Plattform "Jump" momentan auch an Werkzeugen für professionelle VR-Filmaufnahmen. Google setzt hierfür allerdings auf 16 GoPro-Hero4-Kameras ein, die synchron arbeiten.

[Update 02.12.2015 – 16:30 Uhr] Ursprünglich stand in der Meldung, die einzelnen Kameras könnten um 195 Grad bewegt werden. Das wurde berichtigt. (kbe)