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Pakistan schiebt "Mädchen mit grünen Augen" nach Afghanistan ab

Der amerikanische Fotograf Steve McCurry ist für seine Aufnahme des "afghanischen Mädchens", welches auf dem Cover der National Geographic um die Welt ging, bekannt. Jetzt hat Pakistan das "Mädchen mit den grünen Augen" des Landes verwiesen.

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Pakistan hat das "Mädchen mit den grünen Augen" des Landes verwiesen. Die mittlerweile erwachsene Sharbat Gula, die in den achtziger Jahren durch ein Titelfoto der Zeitschrift National Geographic berühmt geworden war, sei in ihre Heimat Afghanistan abgeschoben worden, teilte ein Beamter der pakistanischen Regierung am Mittwoch mit. Gemeinsam mit ihren vier Kindern wurde die mit einer Burka verschleierte Frau demnach am frühen Morgen am Grenzübergang Torkham etwa 60 Kilometer nordwestlich von Peshawar den afghanischen Behörden übergeben.

Gula war Ende Oktober unter dem Vorwurf festgenommen worden, einen gefälschten pakistanischen Ausweis mit sich zu führen und sich illegal in dem Land aufzuhalten. Ihre Verhaftung hatte internationale Kritik an den pakistanischen Behörden hervorgerufen. Ein Gericht in Peshawar ordnete später ihre Abschiebung an. Gula lebte seit 1979 in Pakistan.

Die Afghanin war durch ein Foto des Kriegsfotografen Steve McCurry weltberühmt geworden, das National Geographic im Juni 1985 auf seine Titelseite stellte. Es zeigt das damals 12 Jahre alte Flüchtlingsmädchen mit leuchtend grünen Augen. Gul wurde das Gesicht des zivilen Leidens im afghanischen Krieg jener Zeit.

In Afghanistan war 1979 die sowjetische Rote Armee einmarschiert. Ein von religiösen Gruppen dominierter Volksaufstand begann. Millionen Afghanen flohen, unter anderem ins Nachbarland Pakistan.

Bis vor kurzem lebten immer noch rund 2,5 Millionen Afghanen in Pakistan. Doch die Regierung geht mittlerweile massiv gegen Afghanen vor, die gefälschte Dokumente haben. (dpa) / (keh)