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Panasonic kündigt die Lumix GF6 an

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Panasonic hat den Nachfolger der spiegellosen Systemkamera Lumix GF5 angekündigt. Die Lumix GF6 positioniert sich innerhalb Panasonics Micro-Four-Thirds-Portfolios als Einsteigerkamera. Im Vergleich zum Vorgänger hat Panasonic jedoch zahlreiche Details verbessert (hier geht es zum Datenvergleich).

Panasonic Lumix DMC-GF6 (5 Bilder)

(Bild: Panasonic)

Die Rückseite der Lumix GF6 präsentiert sich übersichtlich. Bedient wird die Kamera über das 3-Zoll Touch-Display.

(Bild: Panasonic)

Der Sensor bietet eine Auflösung von 16 Megapixeln (GF5: 12 Megapixel) und schließt damit zu seinen Systemkamera-Geschwistern GH3, G5 und GX1 auf. Zusammen mit einem weiterentwickelten Bildprozessor soll die Kamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen rauschärmere Bilder liefern. Der wählbare Empfindlichkeitsbereich wurde auf ISO 25.600 erweitert, im Auto-Modus reicht die Empfindlichkeit bis ISO 3200. Videos zeichnet die GF6 in Full-HD nur im Zeilensprungverfahren auf (50i), die Filme können wahlweise im AVCHD-Format oder als MP4-Datei gespeichert werden. Bei der Aufnahme stehen alle Belichtungsmodi zur Verfügung (P/A/S/M).

Auch am Autofokus-Algorithmus will Panasonic gearbeitet haben und bietet einen "Night-Shot"-Modus, der bei besonders schlechten Lichtverhältnissen bis zu drei Lichtwerte besser als bisher arbeiten soll. Der Autofokus kann auch bei Videoaufnahmen genutzt werden und soll beim Verfolgen von Objekten eine Bildrate von bis zu 3,7 Bildern pro Sekunde ermöglichen.

Nach wie vor steht für die Bildkontrolle lediglich ein 3-Zoll (7,5 cm) großes Touch-Display zur Verfügung. Hier hat Panasonic die Auflösung auf 1.040.000 Subpixel erhöht und verspricht deutlich geringere Reflexe. Über eine verbesserte Hintergrundbeleuchtung soll das LC-Display 25 Prozent weniger Strom verbrauchen und einen größeren Blickwinkel bieten.

Das Display der GF6 lässt sich um 180 Grad nach oben klappen.

(Bild: Panasonic)

Für Selbstporträts und Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven, lässt sich der Monitor um 180 Grad nach vorne und 45 Grad nach unten neigen. Über das Display können Kameraeinstellungen gewählt und Fokus- und Belichtungspunkte per Fingertipp gewählt werden.

Anders als beispielsweise die Lumix GX1, besitzt die GF6 keinen Blitzschuh. Einen optionalen Sucher kann man hier also nicht anbringen. Oberhalb des Objektivs bietet die Kamera einen kleinen Aufklappblitz, der mit Leitzahl 5 aber relativ leistungsschwach ist.

Beim aktuellen Modell ist da Programmwahlrad wieder da. Bei der Lumix GF5 führte der Weg umständlich über das Menü.

(Bild: Panasonic)

Als weitere Ausstattung bringt die Kamera WLAN mit. Über die "Panasonic Image App" für Android und iOS kann die Kamera ferngesteuert und Bilder auf Mobilgeräte übertragen werden. Die Verbindung lässt sich komfortabel über NFC herstellen. Hierzu müssen die Geräte einfach aneinander gehalten werden. Mit der GPS-Funktion von Smartphone oder Tablet können Fotos mit Standortinformationen gespeichert werden. Bei Verbindung mit dem Heimnetzwerk, können Fotos auf dem PC gesichert werden.

Da die Zahl der Bedienelemente überschaubar ausfällt, soll ein zusätzlicher Hebel schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen ermöglichen. Wie ein Zoomhebel am Auslöser platziert, lässt sich beispielsweise die Blende einstellen, der Bildausschnitt bei der Wiedergabe vergrößern oder im Menü blättern. Panasonic setzt außerdem auf der Oberseite wieder auf ein Programmwahlrad. Neben den üblichen P/A/S/M-Modi lassen sich unter anderem zwei Benutzereinstellungen wählen. Zusätzlich bietet die Kamera eine Reihe von Motivprogrammen. Dazu gehört auch die Panorama-Funktion, die Aufnahmen mit bis zu 360 Grad Bildwinkel (horizontal oder vertikal) erlaubt. Zur Bearbeitung der Fotos bietet die Lumix 19 Filter (GF5: 14), die Bilder zum Beispiel mit einem Miniatureffekt versehen oder den Dynamikumfang eines Fotos erhöhen.

Die Panasonic Lumix DMC-GF6 soll ab Mai in Schwarz, Weiß und Braun im Handel erhältlich sein. Allerdings nur zusammen mit verschiedenen Kit-Objektiven. Einen Preis nannte der Hersteller bisher nicht, je nach Objektiv rechnen wir mit einem Preis zwischen 500 und 700 Euro. (tho)