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Panono Panorama-Kamera: Markteinführung für Frühjahr 2015 geplant

Die ballförmige Panorma-Wurfkamera von Panono soll nun im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen. Erneut setzt der Hersteller dabei auf die Unterstützung der Crowd.

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Einmal in die Luft werfen und ein 360-Grad-Panorama rausbekommen: Das soll die Wurfkamera von Panono möglich machen. In einer Mitteilung heißt es, dass die Markteinführung der runden Kameras für das Frühjahr 2015 geplant ist. Noch im Dezember 2013 kündigte Jonas Pfeil, Gründer und Erfinder von Panono Camera, auf heise Foto an, dass die Geräte bereits im September 2014 ausgeliefert werden sollen. Diesen Plan hielt das Unternehmen nicht.

Die technischen Daten der Panono-Wurfkamera

(Bild: Panono)

Damit es diesmal mit dem Termin klappt, sammelt Panono erneut Geld und setzt dabei auf eine Crowdinvesting-Kampagne auf Companisto. Mindestens 100.000 Euro sollen zusammenkommen. Die Investoren erhalten Anteile an Panono und sollen am Gewinn beteiligt werden. Einen Anteil gibt es für 5 Euro, er entspricht 0,00003 Prozent vom Unternehmenswert. Maximal 20.000 Anteile werden angeboten.

Zum Redaktionsbesuch im Dezember 2013 hatte Jonas Pfeil neben dem Technik-Prototyp auch ein Design-Modell dabei, dem die fertige Kamera sehr ähnlich sehen wird.

Das so gesammelte Kapital werde für internationales Marketing und Vertrieb benötigt, so Panono. Außerdem brauche man es für die Produktion der weiteren Vorbestellungen aus dem Online-Store. Ingesamt 3.000 Vorbestellungen will das Unternehmen schon bekommen haben. Jeden Monat kämen weitere im Wert von 45.000 Euro dazu, heißt es auf der Companisto-Seite zur Wurfkamera. Bei der Produktion arbeitet Panono mit dem Auftragsfertiger Jabil zusammen. Der Verkaufspreis der Kamera soll bei knapp 600 Euro liegen. Wer sie jetzt schon vorbestellt, soll 50 Euro sparen.

Die fertige Panono-Wurfkamera wird in etwa so groß sein wie eine Grapefruit. 36 eingebaute Kameramodule mit einer Auflösung von 3 Megapixeln sollen sphärische Panoramabilder mit einer Auflösung von 108 Megapixeln liefern können. Fotografen werfen die Kugelkamera dafür in die Luft. Ein Beschleunigungsmesser berechnet, wann der "Ball" seinen höchsten Punkt erreicht hat – dann löst die Kamera automatisch aus. Das finale Gerät soll die Fotos automatisch via WLAN und Bluetooth mit dem Smartphone teilen, erklärte uns Jonas Pfeil während eins Besuchs in der Redaktion. Dort bekommen User zunächst nur ein Thumbnail präsentiert. Die passende App sendet das Bildmaterial an den Panono-eigenen Cloud-Dienst, wo die Fotos als Panoramen vorgehalten und betrachtet werden können. Unsere Eindrücke vom Prototyp lesen Sie hier nach. (ssi)