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Pentax an Ricoh verkauft

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters vermeldet, hat der japanische Spezialglas-Hersteller Hoya seine erst 2008 erworbene Kamera-Marke Pentax für 10 Milliarden Yen (etwa 85,4 Millionen Euro) an den Büroelektronik-Hersteller Ricoh verkauft. Laut einem Antrag an die Tokyoter Börse soll der Deal noch im Oktober 2011 abgeschlossen sein. Börsenhändler erwarteten diesen Zug schon länger, zumal Hoya offenbar eher an der Medizintechnik-Sparte von Pentax interessiert war. Pentax' Kamera-Umsätze waren zuletzt um 13 Prozent gegenüber denen im Vorjahr gefallen, wie mit Abschluss des Finanzjahres im März bekannt wurde. Das traditionsreiche Unternehmen rangierte mit einem Marktanteil von 1,5 Prozent nur noch auf Platz 10 der weltgrößten Kamera-Hersteller und geriet im aggressiven Kompaktkamera-Markt zunehmend unter Druck.

Obwohl sich Ricoh gerade von 10 Prozent seiner 108.000 Mitarbeiter trennen will, soll die Marke Pentax das Kamerageschäft wiederbeleben, das Ricoh eher beiläufig betreibt. Vor allem fehlt es dem Büromaschinen-Riesen aber an Modellen im zugkräftigen Spiegelreflex-Bereich. Pentax ist hier mit seinem aktuellen Sortiment relativ gut aufgestellt. (cm)