PhotoLine 17 hilft beim Maskieren und Retuschieren

Mit Version 17 nimmt die Shareware-Bildbearbeitung PhotoLine dem Anwender lästige und schwierige Aufgaben ab – zum Beispiel mit der Schnellauswahl auch für schwierige Bildmotive.

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Von
  • André Kramer

Die Bildbearbeitung PhotoLine erhält in Version 17 einige halbautomatische Werkzeuge, die bei kniffligen Aufgaben wie beim Freistellen und bei der Fehlerretusche helfen. Eine einfache Bildübersicht integriert Vorschaubilder als Palette ins Programmfenster. Um Platz zu sparen, zeigt sie anders als bisher ausschließlich die Bilder sowie deren Dateinamen und sonst keine Daten an.

PhotoLine 17 integriert eine schnelle Bildübersicht als Palette und eine Retuschefunktion in die Auswahloptionen.

Die neue Version bringt zwei halbautomatische Retuschefunktionen mit, bei denen die Software automatisch in der Umgebung nach passenden Bildteilen sucht. Zum einen gibt es den Entfernenpinsel, der ähnlich wie die Bereichsreparatur in Photoshop kleine Bildregionen retuschiert, indem man sie per Pinsel markiert. Er arbeitet ebenenübergreifend und eignet sich zur Retusche von Kleinigkeiten wie Hautunreinheiten.

Die Funktion "Objekt entfernen" retuschiert zum anderen auf gleiche Weise den Inhalt einer Auswahl, die man etwa mit dem Lasso gezeichnet hat. Sie ergänzt die Einstellungen der Auswahlwerkzeuge.

Ein Schnellauswahlwerkzeug soll beim Freistellen helfen. Dabei zieht man zunächst ein Rechteck um das Motiv. PhotoLine berechnet daraufhin eine erste Auswahl. Anschließend markiert man per rot und gelb gefärbtem Pinsel, was entfernt beziehungsweise erhalten werden soll.

Mit dem Teiltransparenz-Werkzeug sollen sich Haare freistellen lassen. Wiederum umrandet man einen Bereich per Rechteckauswahl und markiert anschließend per Pinsel die kritische Zone. PhotoLine berechnet anschließend den teiltransparenten Bereich.

Das Schnellauswahlwerkzeug hilft beim Freistellen schwieriger Bildmotive.

Der Dialog "Auswahl extrahieren" glättet den Maskenrand, entfernt etwaige Farbsäume aus dem Hintergrund und legt das Ergebnis in der Zwischenablage, auf einer neuen Ebene oder anstelle der alten als neue Maske ab.

Über die Funktion "Selektive Farbkorrektur" im Menü Werkzeug/Farbe manipuliert man Werte für die Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz wie im gleichnamigen Dialog in Photoshop. Über das gleiche Menü Werkzeug/Farbe kann man nun außerdem Farbprofile exportieren und per Schwellenwert-Funktion das Bild auf die zwei Farben Schwarz und Weiß reduzieren.

Im Skalieren-Dialog kommt die Interpolationsmethode Liquid zu. Vergleichbar mit dem inhaltsbasierten Skalieren von Photoshop versucht sie beim Zerren oder Stauchen bildwichtige Motive zu erhalten. So werden Himmel und Wiese verändert, nicht aber die dazwischenstehenden Gebäude und Personen.

Einzelne Werkzeuge reduzieren die Anzahl nötiger Klicks bei Routineaufgaben. Die Funktion "Bild beschneiden" im Menü Layout/Rasterbild entfernt automatisch transparente Ränder eines Dokuments. Mit dem Maskenpinsel kann man maskierte Bildteile ein- oder ausblenden, ohne in den Maskenmodus wechseln zu müssen.

PhotoLine 17 steht in 32 und 64 Bit sowohl für Windows als auch für Mac OS X zum Download. Die Shareware blendet einen Startbildschirm ein, lässt sich ansonsten aber ohne nennenswerte Einschränkungen kostenlos nutzen. Die Registrierung kostet 59 Euro.

Siehe dazu auch:

(akr)