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Pixelschwemme: Drei EXR-Neuheiten von Fuji

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Die Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas nutzt Fuji für einen echten Rundumschlag: Ein volles Dutzend neuer Kameras stellt der japanische Hersteller heute vor – darunter debütieren auch drei 16-Megapixel-Geräte. Bemerkenswerte Neuerung an den FinePix-Modellen HS20, F500 und F550 ist ein von der Substratseite belichteter EXR-Sensor in 1/2 Zoll Größe, der etwas mehr Bildaufnahmefläche bietet als die heute üblichen 1/2,3-Zoll-Typen. Die BSI-Technik (Back Side Illumination) erlaubte es Fuji, die Auflösung auf schwindelerregende 16 Megapixel zu schrauben, ohne dass das Bildrauschen nennenswert zunimmt. Dank EXR-Pixelanordnung kann bei diesen Kameras die Empfindlichkeit bei durch Pixel-Binning halbierter Auflösung bis ISO 12.800 hochgezogen werden.

Fuji Finepix HS20 mit Klapp-Display

Die auf 429 Euro angesetzte HS20 ist mit 24 bis 720 mm Brennweite (30-fach, f/2,8-5,6) ansonsten ein typisches Superzoom-Modell – laut Fuji aber ein besonders schnelles: Bei voller Auflösung von 16 Megapixeln liefert der neue "Triple Core EXR Prozessor" bis zu 8 Bilder pro Sekunde (bis zu 8 Aufnahmen in Folge). Bei 8 Megapixel Auflösung erzielt die HS20 bis zu 11 Bilder pro Sekunde (bis zu 16 Aufnahmen). Der Kontrast-Autofokus der HS20 benötigt nicht länger als 0,16 Sekunden, so der Hersteller. Zu der obligatorischen Bildstabilisierung (Sensor-Shift-Prinzip) gesellt sich bei der HS20 ein Multi-Frame-Modus, der vier Serienbilder elektronisch entwackeln kann und zu einem Bild verrechnet. Einen Schwenkpanorama-Modus für Breitbilder bis 360° Rundumsicht gibt es ebenfalls, Fuji nennt ihn "Motion Panorama".

Außerdem verfügt die HS20 über den "Best Frame Capture Modus", der bereits mit der Aufnahme der Fotos beginnt, sobald der Auslöser halb gedrückt wird. Wird der Auslöser ganz durchgedrückt, speichert die Kamera insgesamt sieben Fotos vor oder nach dem Auslösen. Auch heute noch nicht selbstverständlich ist der Full-HD-Modus, der H.264-kodiert 30 Bilder/s liefert, hier sogar mit Stereo-Ton. Das klappbare Display der HS20 bietet halbe VGA-Auflösung (460.000 Subpixel) und misst 7,6 cm in der Diagonale (3 Zoll). Der TTL-Blitzschuh der FinePix HS20 nimmt die als optionales Zubehör lieferbaren Blitzgeräte auf, den horizontal und vertikal schwenkbaren Blitz EF-42 (Leitzahl 42) oder den kippbaren Blitz EF-20 (Leitzahl 20). Die HS20 ist mit ihren Abmessungen von 130,6 mm × 90,7 mm × 126 mm und 636 g Gewicht (ohne Akku) allerdings schon ein recht dicker Brummer.

Die F550/F500EXR wird es auch in Rot, Silber und Schwarz geben.

(Bild: Fujifilm)

Die bis auf das Objektiv von der Bildverarbeitung her gleichwertig ausgestatteten Modelle F500EXR und F550EXR sind dagegen deutlich kompakter (103,5 mm × 62,5 mm × 32,6 mm) und bringen nicht einmal 200 g auf die Waage. Statt des 30-fach-Megazooms besitzen sie ein etwas lichtschwächeres (f/3,5-5,3) 15-fach-Zoom, und das 3-Zoll-Display ist fest eingebaut. Die F550EXR ist die erste Fuji-Digitalkamera mit integrierter GPS-Funktion, hier sogar mit einer Art Mini-Navigation: Wenn beispielsweise in einem Restaurant ein Foto entstanden ist und man dorthin wieder zurückkehren möchte, so muss man lediglich das entsprechende Foto heraussuchen. Die F550EXR zeigt dann sowohl die Entfernung als auch die Richtung vom derzeitigen Standort bis zum Ziel an. Aber auch eine genaue Nachverfolgung der Reiseroute ist möglich; die Kamera speichert alle 10 Minuten die jeweiligen Geodaten ab (es ist einstellbar, ob dies permanent oder nur bei eingeschalteter Kamera geschieht). Sind die Bilder dann auf dem PC gespeichert, kann mittels Google Maps eine Landkarte erstellt werden, auf der die komplette Reiseroute mit allen persönlichen Fotostationen verzeichnet ist. Die F550EXR soll 329 Euro kosten, die F500EXR ohne GPS kommt im Februar für 299 Euro in die Läden.

Zu Fujis weiteren Neuheiten gehören beispielsweise die Outdoor-Kamera XP30 und drei Superzoom-Modelle mit 14 Megapixeln, die FinePix S2950, S3300 und S4000. (cm)