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Profikamera Nikon D4s macht 11 Bilder pro Sekunde

Nach nunmehr zwei Jahren bringt Nikon mit der D4s ein Update seines Profi-DSLR-Models D4. Ein neuer Sensor und schnellerer Prozessor versprechen höhere Serienbildraten und Empfindlichkeit

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Die Nikon D4s ist die Nachfolgerin der Profi-DSLR D4, die der japanische Hersteller vor zwei Jahren im März 2012 präsentiert hatte. Es handelt sich bei der Neuen nicht um eine Neuentwicklung, sondern eher um ein Update der Vorgängerin. Trotzdem hat sich einiges getan: Neu sind der CMOS-Sensor mit nach wie vor 16,2 Megapixeln Auflösung, der Expeed-4-Prozessor, eine schnellere LAN-Anbindung, der Akku und ein paar Änderungen bei der Software und der Ergonomie.

Nikon D4s (20 Bilder)

Nikon D4s

(Bild: Nikon)

In der Summe ergeben sich daraus eine höhere Serienbildrate von elf Bildern pro Sekunde mit Autofokusnachführung sowie ein größerer Empfindlichkeitsbereich, der von ISO 100 bis ISO 25.600 (erweitert von ISO 50 bis ISO 409.600) reicht. Für die höhere Serienbildrate soll unter anderem der überarbeitete Spiegelmechanismus verantwortlich zeichnen, bei dem der Hilfsspiegel für den Autofokus besser gedämpft ist. Somit kann die Elektronik schneller einen zuverlässigen AF-Wert liefern. Mit elf Bildern pro Sekunde ist die D4s nur geringfügig langsamer als Canons EOS 1D X, die laut Hersteller auf zwölf Bilder pro Sekunde im AF-Betrieb kommt.

Das Gehäuse der Nikon D4s ist aus einer Magnesiumlegierung gefertigt.

(Bild: Nikon)

Beim Autofokus mit 51 Messfeldern stellt die D4s nun eine Messfeldgruppen-Steuerung zur Verfügung, die vor allem von Sportfotografen gefordert worden sein soll. Dabei lassen sich fünf AF-Messfelder zu einer festen Gruppe zusammenfassen, die in einem Rutsch ausgewertet wird. Dies soll den Autofokus im Unterschied zum dynamischen Autofokusmodus schneller machen. Dieser analysiert ständig auch angrenzende Punkte und wechselt gegebenenfalls den Bereich, was rechenintensiver ist. Aber auch die dynamische Messfeldsteuerung mit 9, 21 oder 51 AF-Messfeldern wurde laut Nikon überarbeitet und weiter optimiert.

Wie ihre Vorgängerin unterstützt die Nikon 4Ds neben CF- auch XQD-Speicherkarten.

(Bild: Nikon)

Um die Datenflut in Grenzen zu halten, bietet die D4s nun ein S-Raw-Format mit einer reduzierten Auflösung von vier Megapixeln. Das verkleinert laut Nikon die Dateigröße pro Bild um etwa 50 Prozent. Die geringere Auflösung ist sicher noch ausreichend für Online-Veröffentlichungen oder Bilder in der Tagespresse.

Der neue Akku (EN-EL18a) – er ist kompatibel zu dem der D4 – hat eine Kapazität von 2500 mAh. Eine Ladung soll für 3020 Einzelaufnahmen oder bis zu 5960 Serienbilder reichen. Die LAN-Schnittstelle entspricht der Gigabit-100T-Norm und soll einen Datentransfer bis 185 MBit/s ermöglichen. Eine WLAN-Anbindung ist nach wie vor nur über das separat erhältliche Modul WT-5 möglich.

Videos nimmt die D4s wie zuvor in Full-HD-Auflösung auf, jedoch unterstützt sie nun auch Bildraten mit 50 beziehungsweise 60 Vollbildern pro Sekunde. Eine 4-K-Auflösung wird zunächst noch nicht integriert sein. Man munkelt aber, dass sie eventuell bei einem späteren Firmware-Update implementiert werden soll.

Aktuelle Vollformatkameras im Überblick (13 Bilder)

Eine neue M-Kamera erweitert Leicas Angebot an Messsucherkameras. Die M-P (Typ 240) soll sich laut Hersteller noch konsequenter an Profifotografen richten. Sie verzichtet deshalb unter anderem auf den knallig roten Leica-Punkt und hat mehr Arbeitsspeicher.

Im Menü gibt es nun eine Möglichkeit, die neben der Helligkeit auch die Farbwiedergabe des Monitors zu steuern. Beim Weißabgleich kann der Anwender nicht nur Kelvin-Werte eingeben, sondern auch eine Feinabstimmung in 10-Mired-Schritten vornehmen.

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Sicherlich bietet die Nikon D4s keine bahnbrechenden Neuerungen. Jedoch hat der Hersteller die Gelegenheit genutzt, eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen und Wünschen von Profifotografen in das neue Model zu implementieren. Die D4s soll ab März voraussichtlich zum Preis von 6150 Euro – das ist etwas mehr als seinerzeit bei der D4 – in den Handel kommen. (Peter Nonhoff-Arps) / (pen)