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Schwebende Hover Camera soll Personen folgen können

Mit der Hover Camera will das chinesische Unternehmen ZeroZero eine fliegende 13-MP-Kamera anbieten, die Personen erkennen und diesen dann folgen kann. Sie orientiert sich nicht an GPS sondern an den gewonnenen Bilddaten.

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Das chinesische Start-Up ZeroZero hat eine etwa taschenbuchgroße und 240 Gramm leichte sogenannte Hover Camera vorgestellt. Die fliegende 13 MPixel-Kamera soll Personen erkennen und diesen dann folgen können.

Die Hover Camera ist ein kleiner Quadcopter in einem Karbonfaser-Gehäuse mit zwei eingebauten Kameras. Anders als die Lily Camera und die Phantom 4 nutzt sie kein GPS-System zur Orientierung, sondern die Aufnahmen der beiden Kameras. Als Frontkamera ist ein 13-Megapixelmodul installiert, das 4k-Videos aufnimmt, die mit einer Gesichts- und Körpererkennung ausgewertet werden. Der Nutzer kann eine von der Kamera aufgenommene Person markieren und die Fotodrohne folgt dieser Person dann und kann sie dabei auch umkreisen. Zu den weiteren Features zählen eine elektronische Bildstabilisierung und die Option 360 Grad-Panoramas anzufertigen. Die Hover Camera soll weitgehend autonom fliegen, nachdem sie der Nutzer einfach losgelassen hat. Sie soll sich vorrangig an Anwender richten, die Bilder aus neuen Perspektiven suchen und nicht an Drohnenpiloten.

Die Konzeption der Kamera erfolgte in den USA, wo aufgrund des Bildungssystems die Kreativität in der Entwicklung nach Aussage von Unternehmensgründer Meng Qui Wang deutlich stärker ausgeprägt ist als in China. In China nutzte man dann die niedrigen Kosten für die Fertig-Entwicklung der Hover Camera. Derzeit sollen schon 1000 Vorserien-Modelle gebaut worden sein, von welchen 200 Exemplare für Betatester zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Kameras sollen rechtzeitig zum Weinnachtsgeschäft im Handel sein. Der Preis in den USA soll unter 600 US-Dollar liegen. Angaben über maximale Flughöhe und Flugzeit wurden bislang nicht veröffentlicht. (Christoph Jehle) / (keh)