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Selfie-Diplomatie: Premierminister lachen in Kamera

Wenn inhaltlich wenig passiert, ersetzt das Selfie die politische Botschaft: Jetzt haben sich der chinesische und der indische Premierminister bei einem Treffen selbst fotografiert.

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(Bild: Twitter)

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Der chinesische und der indische Premierminister haben sich bei einem Treffen in Peking lachend selbst fotografiert. "Zeit für ein Selfie!", schrieb Indiens Narendra Modi zu dem Bild, das er am Freitag machte und gleich via Twitter verbreitete. Auch dankte er seinem Amtskollegen Li Keqiang für das gemeinsame Bild.

Es ist nicht das erste Selfie Modis. Vor einem Jahr fotografierte er sich, wie er nach der Parlamentswahl das Symbol seiner Partei in die Kamera streckte. Dadurch löste er einen Proteststurm aus, da rund um Wahllokale keine Parteizeichen gezeigt werden dürfen. Selfies schoss er auch schon mit Australiens Premier Tony Abbott und indischen Auswanderern überall auf der Welt.

Modi ist in Indien für seine Affinität zu Kameras bekannt. Es gibt zahlreiche Scherzseiten mit Fotos, die Modi zeigen, wie er als einziger auf dem Bild in die Linse lächelt. "Nur Modi weiß immer, wo die Kamera ist", heißt es in den Blogs und Artikeln.

Auch von dem Doppel-Premierminister-Bild zeigten sich die meisten Twitter-Kommentierer begeistert. "Unser Premier ist der coolste", meint eine Nutzerin. Ein anderer schreibt: "Schön getroffen, Sir. Nettes Lächeln. Bleiben Sie glücklich." Einer aber weist darauf hin, dass inhaltlich bei dem Treffen nicht so viel passierte. Deswegen sei "Selfie-Diplomatie" wichtig. (dpa) / (keh)