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Sony-Kameras: 30-Minuten-Video- und Sprach-Limit angeblich geknackt

Mit dem Hack von "ma1co" lässt sich das 30-Minuten-Video-Aufnahme-Limit von Sony-Kameras überwinden. Zudem lassen sich alle 35 Menüsprachen einstellen, was bei Kameras, die für andere Märkte produziert wurden, gesperrt ist.

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Auf der Plattform Personal View hat ein User unter dem Namen ma1co einen Hack des Betriebssystems der Sony-Systemkameras vorgestellt. Damit soll sich das aus Zolltarif-Gründen bei praktisch allen Digitalkameras auf unter 30 Minuten begrenzte Limit bei Videoaufnahmen überwinden lassen – ebenso wie die Begrenzung der Sprachauswahl im Kamera-Menü. Damit wären nach dem Hack alle 35 in der Firmware implementierten Sprachen einstell- und nutzbar. Wer aktuelle Informationen zum Hack sucht, findet diese im Read-me-file auf github.com.

So sehr sich die Sony-Nutzer über den Hack freuen dürften, so problematisch könnte der Hack für Sony werden. Denn sollte sich die 30-Minuten-Begrenzung zu leicht knacken lassen, könnte die zolltarifliche Einstufung ins Wanken kommen. Und wenn die Sprachgrenze fällt, besteht das Risiko, dass in Deutschland Ware auf den Markt kommt, die hierzulande nicht ordnungsgemäß registriert ist. Ob die Wettbewerber dies klaglos akzeptieren werden, bleibt abzuwarten.

c‘t Fotografie hat die deutsche Sony-Niederlassung um eine Stellungnahme gebeten. Diese liegt jedoch noch nicht vor. Sobald dies der Fall ist, bringen wir ein Update zu dieser Meldung. (Christoph Jehle) / (keh)