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Spiegellose Systemkamera für Einsteiger: Fujifilm zeigt die X-T100

Fujifilm erweitert seine X-Serie um das Modell X-T100. Gegenüber den anderen Kameras dieser Familie wirkt die Neue sehr aufgeräumt und klar und bietet eine einfachere Bedienung. Damit wendet sich der Hersteller gezielt an Einsteiger.

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Fujifilm X-T100

(Bild: Fujifilm)

Nach Canons Spiegellos-Offensive mit der EOS M50 folgt nun Fujifilm mit einem vergleichbaren Einsteigermodell. Die X-T100 ist im Unterschied zu den anderen Kameras der X-Serie schlicht und schlank. Die Abmessungen betragen 117 mm × 68 mm × 40 mm bei einem Gewicht von 361 Gramm (Canon EOS M50 117 mm × 88 mm × 59 mm, 390 g). Statt vieler Einstellräder und Funktionstasten gibt es nur wenige Bedienelemente. Entsprechend setzt das Modell mehr auf Automatiken als auf manuelle Bedienung.

Als Sensor kommt ein CMOS-Chip mit einer Auflösung von 24,2 Megapixeln und herkömmlichem Bayer-Pattern statt der Fujifilm-eigenen X-Trans-Technik zum Einsatz. Technisch scheint die Neue ansonsten auf ähnlich hohem Niveau angesiedelt zu sein wie die Fujifilm X-T20: Empfindlichkeit bis ISO 12.800 (erweiterbar bis ISO 51200), Verschlusszeit bis 1/4000 s (elektronisch bis 1/32000 s), Hybridautofokus, 4k Video, Serienaufnahme bis sechs Bilder pro Sekunde, OLED-Sucher mit 2,36 Megapixeln. Der Hauptmonitor ist als Touch-Display ausgelegt und lässt sich nicht nur nach oben und unten neigen, sondern für Selfies zusätzlich um 180° seitwärts schwenken. Die Touch-Funktionen beschränken sich aufs Aufnehmen, die Festlegung des Fokusbereichs und die Bildsteuerung bei der Wiedergabe von Fotos. Das Menü wird per Kreuzwippe und Einstellrädern bedient.

Fujifilm X-T100 (12 Bilder)

Die Fujifilm X-T100 ist äußerlich schlicht und schlank gehalten. Sie ist kleiner und leichter als die direkte Konkurrentin Canon EOS M50.
(Bild: Fujifilm)

Damit Fotografen ihre Bilder reibungslos in die sozialen Medien hochladen können hat Fujifilm neben WLAN auch ein Bluetooth-Modul verbaut. Per App sollen sich so Bilder in voller oder verminderter Auflösung bequem aufs Smartphone oder Tablet übertragen lassen.

Wie bei allen Fujifilm-Kameras gibt es auch bei der X-T100 die typischen Filmlooks wie Astia, Provia, Velvia und Co. Das Moduswahlrad bietet neben den Standards (P, S, A, M) noch Programme für Nacht-, Sport-, Porträt- und Landschaftsfotografie. Darüber hinaus können Fotografen ihre Bilder mit zwölf Effektfiltern versehen, darunter Lochkamera, Fischauge, Partielle Farbe, Dunst entfernen und HDR Kunst. Videos nimmt die X-T100 mit maximal 4k (3840 × 2160, 30p) auf. Bei HD-Auflösung (1280 × 720) ermöglicht sie für Zeitlupen zusätzlich Hight-Speed-Aufnahmen bis maximal 4x.

Die Fujifilm X-T100 soll es in zwei Ausführungen – Schwarz und Silber – geben. Laut Hersteller ist sie ab Ende Juni zum Preis von 600 Euro erhältlich. Das Kit mit dem Fujinon XC 15-45mm 1:3.5-5.6 OIS PZ – dem einfachen Standardzoom mit Kunststoff-Bajonett und Motorzoom – kostet 700 Euro.

(pen)