Sportbolide mit kleinen Verbesserungen: Nikon D6 angekündigt

Für Profifotografen: Als letzter der drei großen Kamerahersteller hat Nikon im Jahr der olympischen Spiele eine neue Version seines Topmodells angekündigt.

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(Bild: Nikon)

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Die olympischen Sommerspiele sind ein guter Anlass für die Kamerahersteller, neue Versionen ihrer Topmodelle auf den Markt zu bringen. Nach Canon mit der 1-Dx Mark III und Sony mit der Alpha 9 II, hat nun auch Nikon mit der D6 eine Nachfolgerin seiner Profikamera D5 angekündigt. Die Änderungen der neuen Kamera sind gering und laut Nikon auf die Bedürfnisse von Profis zugeschnitten.

Trotz einer geringeren Anzahl an Autofokusmessfeldern, soll der Autofokus ein 1,6-fach größere Fläche im Vergleich mit der D5 abdecken. Alle Felder sind als Kreuzsensoren ausgeführt.

(Bild: Nikon)

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen gehört der überarbeitete Autofokus, der im Vergleich zur D5 zwar weniger Messfelder aufweist, diese aber alle als Kreuzsensoren ausführt. Insgesamt sind es 105, die verglichen mit dem Vorgängersystem außerdem größer ausfallen. Durch ein neues Sensordesign und eine bessere Verteilung über das Bildfeld, erreicht die Kamera eine 1,6-fach höhere Dichte im Vergleich mit der D5. Auch die Anzahl verschiedener Autofokus-Gruppierungen wurde auf 17 erhöht, zudem kann der Autofokus im Automatik-Modus und beim 3D-Tracking mit Augenpriorität betrieben werden.

Die Serienbildrate beträgt mit Autofokus und Belichtungsautomatik 14 Bilder in der Sekunde, mit hochgeklappten Spiegel sind im Modus "Stille Auslösung" 10,5 Bilder in der Sekunde möglich.

Am Kameragehäuse fallen der etwas dickere Sucherkasten und das Moduswahlrad auf. Hier sind GPS-Empfänger, beziehungsweise Antennen für die drahtlose Kommunikation untergebracht.

(Bild: Nikon)

Beim Bildsensor hat sich nichts geändert, der CMOS-Sensor liefert weiterhin 20,8 Megapixel, durch Kombination mit dem aktuellen Bildprozessor Expeed 6 soll sich aber die Bildqualität vor allem in höheren ISO-Stufen verbessert haben.

Eine Überarbeitung haben auch die Netzwerkfunktionen erfahren. Die Kamera bietet integriertes Wi-Fi, Bluetooth und einen GPS-Empfänger, dazu kann die Kamera kabelgebunden über Gigabit-Ethernet Daten – zum Beispiel via FTP – übertragen. Nikon verspricht hier eine um 15 Prozent höhere Geschwindigkeit gegenüber der D5. Bilder können beim Upload priorisiert werden.

Als Speicherkarten nutzt die D6 XQD- und CFexpress-Karten in zwei Kartenfächern.

Die Nikon D6 soll ab Anfang April für 7300 Euro erhältlich sein. Einen ausführlichen Test lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben der c't Fotografie.

Beispielbilder: Nikon D6 (8 Bilder)

400 mm | ISO 1600 | f/2.8 | 1/2000 s
(Bild: Nikon)

(tho)