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Super Slow Motion: Sony-Smartphone-Sensor nimmt Videos mit 1.000 Bildern pro Sekunde auf

Sony hat die Entwicklung eines CMOS-Bildsensors für Smartphones bekannt gegeben, der Videos mit bis zu 1.000 fps aufnehmen kann. Bei Standbildern von schnell bewegten Motiven reduziert sich das Risiko des Rolling Shutter-Effekts.

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(Bild: Sony)

Sony hat auf der International Solid-State Circuits Conference in San Francisco einen neuen Bild-Sensor für Smartphones vorgestellt. Die Besonderheit: Er kann ein Bild mit 19,3 Millionen Pixel in 1/120 Sekunde auslesen.

Die hohe Auslesegeschwindigkeit verhindert bei Fotos von bewegten Motiven die Gefahr von Verzerrungen aufgrund des Rolling Shutter-Effekts. Der tritt vorwiegend bei Kameramodulen in Smartphones auf, wenn diese keinen mechanischen Verschluss besitzen. Standbilder lassen sich mit dem neuen Sensor mit einer Frequenz von 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die Auflösung beträgt 19,3 Megapixel im Format 4:3 und 17,1 Megapixel im Format 16:9.

Bei Videoaufnahmen lassen sich mit dem neuen Sensor maximal 1.000 Bilder pro Sekunde in full HD (1920 ×1080 Pixel) erzielen. Bei 60 Bildern pro Sekunde sind 4K (3840 x 2160 Pixel) und bei 240 fps ist Full HD (720p) erreichbar.

(Quelle: Sony-Werbevideo)

Sony hat den Bildsensor dreilagig aufgebaut und mit einem DRAM-Zwischenspeicher versehen. Dessen Speicherinhalt wird mit einer reduzierten Geschwindigkeit zur Verarbeitung an einen externen Bildprozessor (image signal processor / ISP) weitergereicht. Dank des Zwischenspeichers können konventionelle ISPs zum Einsatz kommen. Wann der Sensor produktionsfertig ist, hat Sony bislang nicht mitgeteilt (Christoph Jehle) / (keh)