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Test: Sofortbildkameras von Kodak, Polaroid und Leica

Auferstanden von den Halbtoten feiern Sofortbildkameras in jüngster Zeit ein erfolgreiches Comeback, das außer Polaroid auch Kodak und Leica auf den Plan ruft.

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Ein Lifestyle-Trend wird wiederbelebt: die Analog-Fotografie. Besonders beliebt sind dabei Sofortbildkameras, die Fotografiertes direkt auf Papier ausdrucken. Gerade junge Fotografen, die mit Digitaltechnik aufgewachsen sind, wollen die kleinen Fotos zum „sofort verschenken“ oder „sofort an die Wand pinnen“.

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Als Polaroid 2007 die Produktion der Sofortbildprodukte einstellte, schienen die kleinen, meist eher kreativen als fotografisch perfekten Bildchen Geschichte zu sein. Doch die Firma Impossible kaufte die Produktionsanlagen in den Niederlanden auf und entwickelte neue Filme und Kameras. Sie brachten den alten Trend wieder auf den Markt. Und er wächst: Allein Fujifilm verkaufte 2016 um die 6,6 Millionen Instax-Sofortbildkameras.

Die neuen Sofortbildgeräte sind ein beliebtes Mitbringsel auf Partys oder Ausflügen. Und ja, es ist schön, die Kameras wieder in der Hand zu halten, den kleinen Moment der Spannung zu erleben, in dem sich das Bild entwickelt – auch wenn die Ergebnisse nur selten den Vorstellungen im Kopf entsprechen und man bei der Bildqualität Abstriche hinnehmen muss.

Kodak-Sofortbilder kennt eigentlich jeder vom Druckterminal aus dem Drogeriemarkt. So ein Terminal bringt der Hersteller jetzt als hosentaschentaugliches Gerät auf den Markt: Die Kodak Printomatic misst gerade mal 12,5 Zentimeter in der Breite, acht Zentimeter in der Höhe und ist 2,5 Zentimeter dünn. Vom Aussehen erinnert das Knipsmodell an die alte, analoge Kodak Instamatic 33 – sie heißt ja auch fast gleich. Und das Konzept ist genauso einfach: draufhalten und abdrücken. Die Kodak Printomatic gehört zu den Hybridkameras, denn sie bringt eine integrierte Digitalkamera mit zehn Megapixeln mit. Diese speichert jedes Bild parallel zum Druck auf einer optionalen Mini-SD-Karte. Falls also mal das Papier alle ist, kann der Fotograf immer noch weiter knipsen.

Die Bedienungsanleitung erklärt in drei Bildern wie der Fotograf die Kamera einschaltet, den Farbmodus wechselt, den Akku lädt und Druckpapier einlegt. Drei LEDs auf der Rückseite der Printomatic zeigen an, ob eine SD-Karte geladen ist, der Drucker über Papier verfügt und ob der Akku voll ist. Falls nicht, betankt man die Printomatic per Mini-USB-Kabel. Auf der Oberseite wählt der Nutzer zwischen Schwarz-Weiß- und Farbdruck.

Die Kamera lässt sich einfach bedienen. Sie wirft, solange sich Papier im Fach befindet, mit jeder Auslösung ein thermobedrucktes Bildchen auf ZINK-Papier aus. Der Begriff steht für Zero-ink, also „frei von Tinte“. Das Papier stellt ZINK Imaging her, ein Tochterunternehmen von Polaroid. Die Prints sind zwar keine richtigen Fotos, dafür muss der Fotograf aber auch nicht darauf achten, versehentlich den Film zu belichten. Das Aussehen von Druck und Farben ist natürlich Geschmackssache und kein Fine-Art-Print. Als spontane Fotos unter Freunden werden sie trotzdem Freude machen.

Die 5,1 mal 7,6 Zentimeter großen Fotodrucke sind als 20-Blatt-Packung für 15 Euro, bei einer 50-Blatt-Packung für 30 Euro zu haben. Das reduziert den Einzelpreis auf bis zu 60 Cent pro Bild. Clever: Die Bilder sind selbstklebend. Das ermöglicht schnelle Collagen, beispielsweise mit Selfies von allen Gästen einer Hochzeit.

Etwas irritieren könnte der seitlich liegende Sucher. Mit seiner Mattscheibe versucht er zwar einen Bildausschnitt vorzugeben, aber ganz passt er nicht. Das Bild ist leicht nach rechts verschoben. Da der integrierte Blitz sehr schwach ist, sollte auf gute Lichtverhältnisse geachtet werden. Selfies gelingen über die schwarze spiegelnde Scheibe um die Linse ganz gut. Die Printomatic besteht zwar vollständig aus Kunststoff, trotzdem wirkt sie stabil. Nur die Klappe fürs Druckerpapier sollte nicht gequetscht werden – darunter verbirgt sich ein Hohlraum.

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