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Test: Sofortbildkameras von Kodak, Polaroid und Leica

Polaroid Pop

Inhaltsverzeichnis

Polaroid-Kameras waren die ersten Sofortbildkameras der Welt. Das Patent wurde 1933 von Edwin Herbert Land eingereicht, der die Firma ursprünglich gegründet hat. Er entwickelte verschiedene Kameras und Filme, doch mit der aufkommenden Digitalfotografie starb das Sofortbild einen langsamen Tod.

Die hochglänzende Oberfläche der Pop ist sehr kratzempfindlich. Eine Schutzhülle ist daher empfehlenswert.

Die Polaroid Pop ist am nächsten am klassischen Sofortbildformat dran. Sie druckt quadratische Bilder und kann per App mit dem Smartphone kommunizieren. Das Gehäuse der Pop wirkt glatt und futuristisch. Die Kamera ist Hybrid in doppelter Hinsicht: Sie kann sowohl Bilder vom Smartphone ausdrucken, als auch selbst als Kamera dienen. Immerhin 20-Megapixel stehen zur Verfügung. Sie druckt, sie speichert auf Micro-SD-Karten (HC, XC, bis 128GB) und sie sendet ihre eigenen Bilder auf Wunsch auch ans Smartphone zurück. Dazu besitzt sie ein Touchdisplay, auf dem der Fotograf nicht nur sein Bild im Live-View ansehen, sondern auch fertige Aufnahmen bearbeiten, rahmen und mit Stickern versehen kann. Es können Videos in Full HD aufgenommen und 15-Sekunden-Gif-Animationen erstellt werden.

Die Bilder aus der Polaroid Pop besitzen einen weißen Rand.

Eigentlich ein All-Inklusive-Rundum-Zufrieden-Paket. Für 200 Euro ist sie zu haben. Ihre Hochglanz-Oberfläche ist nett anzuschauen, allerdings sehr empfindlich. Wer sie mitnimmt, sollte auch ein weiches Mikrofasertuch zum Polieren dabeihaben. Die Pop ist außerdem kein Leichtgewicht. Über 400 Gramm bringt sie auf die Waage und hat dabei auch eine beachtliche Größe von zwölf Zentimetern Breite, fünfzehn Zentimetern Höhe und drei Zentimetern Tiefe. Eben mal in die Jackentasche stecken – Fehlanzeige. Dafür sind die Bilder auch knapp acht mal acht Zentimeter groß. Und es ist noch ein weißer Rand drumherum, sodass die Gesamtgröße bei circa neun mal elf Zentimetern liegt. Den Charme echter Polaroids besitzen die Thermodrucke jedoch nicht, die Haptik der mehrlagigen Papierfilme macht diese auch irgendwie besonders. Aber die Sofortbildfilme kosten pro Bild in gleicher Größe mehr als zwei Euro. Der Thermodruck reduziert den Preis immerhin auf einen Euro.

Mit der App können Bilder von der Pop aufs Smartphone gesendet werden. Angeschlossen wird per WLAN und Bluetooth. Vom User per Smartphone erstellte Aufnahmen können umfangreicher bearbeitet werden als auf der Pop selbst. Die App gibt außerdem die Möglichkeit, sie anschließend in sozialen Netzwerken zu teilen.

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Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

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Die Bildergebnisse hängen stark vom Druckverfahren ab: Während die Kodak Printomatic und die Polaroid Pop Thermodrucke ausspucken, setzt die Leica Sofort auf chemische Bildentwicklung mit Instax-Filmen und produziert damit echte Fotoabzüge. Das Thermodruckverfahren bringt schärfere Bilder hervor und stellt auch mehr Details dar – die Ergebnisse mit Instax-Film wirken aber oft gefälliger. Zusätzlich erscheinen die Farben im echten Foto natürlicher.

Abhängig von der Kamera und ihren internen Belichtungseinstellungen können auch bei hellem Umfeld gerade in Innenräumen tiefschwarze Hintergründe auf den Instax-Filmen entstehen. Schwarz-Weiß-Aufnahmen, einfach zu realisieren mit Thermodruckverfahren durch die dahinter liegende Digitaltechnik, werden bei Instax durch den Monochrom-Film machbar. Das Bildergebnis ist eher flau und zeichnet sich durch sanfte Übergänge und wenige Kontraste aus.

Begeistert haben uns die kleinen Schnappschüsse dennoch: Vor allem Fans von Bildercollagen finden mit einer Sofortbildkamera das passende Gadget. Nicht nur in Teenager-Schlafzimmern finden Unmengen von Collagen Platz, auch in Dekokatalogen erscheinen diverse Fotoarrangements, mit und ohne Menschen, farbig oder in Schwarz-Weiß, gerahmt oder nicht, an Pinnwänden, Magnettafeln, auf Wäscheleinen oder Fotohaltern. So bleiben die kleinen Erinnerungsstücke erhalten und tragen überdies noch zur Wohnlichkeit bei.

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Kodak Printomatic

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Leica Sofort

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Polaroid Pop

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(Christine Bruns) / (mre)