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US-Fotojournalistin Sinclair erhält Anja-Niedringhaus-Preis

Bereits im April fiel die Entscheidung, jetzt folgte die Auszeichnung. Stephanie Sinclair hat den Anja-Niedringhaus-Preis für mutigen Fotojournalismus 2017 erhalten. Er ist mit einer Geldsumme in Höhe von 20.000 Dollar dotiert.

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US-Fotojournalistin Sinclair erhält Anja-Niedringhaus-Preis

(Bild: IWMF)

Die US-Journalistin Stephanie Sinclair, die seit Jahren mit ihrer Kamera den Blick auf junge weibliche Gewaltopfer in aller Welt lenkt, ist am Donnerstag in Washington mit dem Anja-Niedringhaus-Preis geehrt worden. Die Internationale Stiftung für Frauen in den Medien würdigt damit Fotojournalistinnen, die bei ihrer Arbeit besonderen Mut bewiesen haben.

Anja Niedringhaus-Preis geht an Stephanie Sinclair (7 Bilder)

Yagana (21), Yakaka (19) und Falimata (14) in Maiduguri, Nigeria, 2016. Die Mädchen wurden von der Terrormiliz Boko Haram entführt, bevor sie fliehen konnten.
(Bild: Stephanie Sinclair)

Der Preis wird seit 2015 verliehen, zu Ehren der deutschen Fotografin Anja Niedringhaus. Die Pulitzer-Preis-Trägerin hatte für die Nachrichtenagentur AP aus verschiedenen Kriegsgebieten berichtet und wurde 2014 in Afghanistan erschossen.

Die freiberufliche Journalistin Sinclair (44) reist seit 15 Jahren um die Welt, um das Leid von jungen Frauen und Mädchen zu dokumentieren, die Opfer von Gewalt, genitaler Verstümmelung oder Zwangsheirat geworden sind. Berühmt ist insbesondere eine Fotoserie mit dem Titel "Zu jung zum Heiraten", die aufzeigt, wie das Leben junger Mädchen durch die erzwungenen Ehen zerstört wird. (dpa) / (msi)