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VR-Spezialist Lytro macht dicht, Mitarbeiter wechseln angeblich zu Google

Nach den Gerüchten um eine Übernahme durch Google kündigt der Lichtfeldfotografie-Spezialist Lytro nun an, seine Geschäfte einzustellen. Konkrete Angaben zu den Gründen gibt es nicht, einige Mitarbeiter wechseln offenbar zu Google.

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VR-Spezialist Lytro macht dicht, Mitarbeiter wechseln angeblich zu Google

Der US-amerikanische VR-Spezialist Lytro stellt mit sofortiger Wirkung seine Geschäfte ein. Das hat das Unternehmen in einem Blogeintrag bekanntgegeben. Zu den Gründen für die Schließung gibt es keine Angaben. In der vergangenen Woche kursierten Gerüchte, Google wolle Lytro für einen Betrag zwischen 25 und 40 Millionen US-Dollar kaufen. Offiziell bestätigt wurde diese Information bislang nicht, The Verge will aber aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, dass ein großer Teil der Lytro-Mitarbeiter zu Google wechselt.

Bekannt geworden war Lytro 2012 durch die Produktion von Lichtfeldkameras. Nachdem das Geschäft mit Consumer-Geräten eingestellt wurde, konzentrierte sich das Unternehmen auf den professionellen Video- und VR-Bereich. In dem Blogbeitrag zur Schließung schreiben die Verantwortlichen, man glaube nach wie vor daran, dass die Lichtfeldfotografie den Kurs von Virtual und Augmented Reality prägen wird.

Man sei "unglaublich stolz" auf das Geleistete und habe "Herausforderungen entdeckt, von denen wir niemals geträumt haben". Zum Verbleib der Mitarbeiter oder der firmeneigenen Patente gibt der Blogeintrag keine Auskunft, man freue sich lediglich darüber, "zu sehen, welche neuen Möglichkeiten die Zukunft für das Lytro-Team bietet, wenn wir getrennte Wege gehen." Laut The Verge soll der zu Google wechselnde Teil des Teams aber nicht an bisherigen Lytro-Projekten weiterarbeiten, sondern werde auf verschiedene Firmenbereiche aufgeteilt. (msi)