TV- und Streaming-Tipps für Nerds

Sehenswerte Sendungen im Free-TV, bei Streaming-Anbietern und in den Mediatheken

Aus dem Überangebot des Free-TVs und der zahlreichen Streaming-Anbieter habe ich eine Handvoll Nerd-tauglicher Sendungen herausgesucht, die in der kommenden Woche laufen.

Die meisten von uns zahlen fleißig die GEZ-Gebühren, viele verfügen über ein Amazon-Prime- oder Netflix-Abo und einige zahlen für HD-Inhalte im Free-TV sogar nochmal extra. Meckern über die Qualität des Programms tun wiederum fast alle. Gibt es tatsächlich keine guten Filme, Serien, Dokus und Radiosendungen mehr, die auch Nerds erhellen und unterhalten?

Die Antwort lautet ganz klar: Doch, es gibt sie! Man muss nur wissen wo. Und genau da ist auch schon die kleine, aber scheinbar unüberwindbare Hürde. Denn wer kann bei dem heutigen Überangebot schon sagen, was wann und wo läuft, Geschweige denn beurteilen, was davon sehenswert ist? Schließlich hat kaum jemand Lust, sich durch Programmzeitschriften zu blättern, sei es in Papierform oder auch digital. Die Suche nach speziellen Inhalten zu persönlichen Vorlieben, beispielsweise Sendungen zu nerdigen Themen, gestaltet sich über die Vielzahl der Angebote daher oft mühsam. Ich habe mich deshalb mit der Machete durch den Streaming- und TV-Dschungel gekämpft – auf der Suche nach Sendungen, die Nerds berühren; die Themen wie Künstliche Intelligenz, Cyberkriminalität oder Wissenschaft behandeln, aber auch Superhelden, Gaming oder Film-Klassiker zum Gegenstand haben können.

Konzerne wie EA, Ubisoft und Activision verdienen Milliarden mit technisch aufwendigen Computerspielen. Herz und Seele lassen diese aber manchmal vermissen. Das ist bei Indie-Spielen anders: dort investieren die Entwickler in der Regel keine großen Budgets, dafür aber viel Herzblut. Und oft stehen nicht mehr als eine Handvoll Leute hinter diesen Projekten. Die Dokumentation Indie Game: The Movie schildert anhand der Spiele "Super Meat Boy" und "FEZ", wie Planung, Umsetzung und Veröffentlichung solcher Games aussehen und mit welchen Problemen die Macher zu kämpfen haben. Indie Game: The Movie wartet ab sofort bei Netflix darauf, angesehen zu werden.

HR Giger legte 1979 mit dem von ihm geschaffenen, außerirdischen Wesen "Alien" den Grundstein für die gleichnamige, beliebte Kultfilm-Reihe. Ridley Scott, der nur bei dem ersten der vier (offiziellen) Teile Regie führte, übernahm mehr als 30 Jahre nach dem Ursprungs-Film für Prometheus - Dunkle Zeichen erneut das Steuer. Ursprünglich als Alien-Prequel gedacht, ging Prometheus im Jahr 2012 dann aber doch als Neuanfang einer eigenständigen Alien-Reihe an den Start. Mit Alien: Covenant erschien 2017 der Prometheus-Nachfolger, der gleichzeitig der zweite von vier geplanten Teilen der neuen Filmreihe ist. Das Ende dieser Reihe soll dann den Geschehnissen des ersten Alien-Films von 1979 vorausgehen. Geht es in den klassischen Alien-Filmen mit Sigourney Weaver vor allem um den Kampf gegen die Aliens und ihre zahlreichen Varianten, handelt die neue Reihe mehr von der Entstehung und Herkunft der Wesen. Prometheus wird am Freitag, den 16.02.2018 um 20:15 Uhr bei ProSieben ausgestrahlt, wiederholt wird der Film dann ab 00:30 Uhr.

Heist-Filme wie Heat, Oceans Eleven, Die Unfassbaren, Inside Man, Snatch oder auch Reservoir Dogs handeln meistens von Raubüberfällen und ähnlichen kriminellen Vorhaben, die clevere Planung und spektakuläre Umsetzung vereinen. Viele Filme dieses Genres haben einen gewissen Kultstatus, so auch Sneakers - Die Lautlosen aus dem Jahr 1992. Wie im Genre üblich, fährt Sneakers ein recht ansehnliches Staraufgebot auf – unter anderem Robert Redford, Sidney Poitier, Ben Kingsley, Dan Aykroyd, River Phoenix und James Earl Jones sind in dem Streifen zu sehen. Regie führt Phil Alden Robinson, den man unter anderem als Regisseur von "Band of Brothers" kennt. Sneakers - Die Lautlosen ist am Samstag, den 17.02.2018 um 23:20 Uhr bei ZDFneo zu sehen und wird aller Voraussicht nach im Anschluss auch in der sendereigenen Mediathek abrufbar sein.

In der 160-Millionen-Dollar-Produktion Inception geht es um das fiktive Prinzip des "Traum-Sharing": Außenstehende können demnach in die Träume einer beliebigen Person eindringen, um diese zu manipulieren und ihr Unterbewusstsein auszulesen. Das Phänomen lässt sich durch das vom Protagonisten "Dom" entwickelte Konzept "Traum im Traum" noch verstärken, was im Verlauf des Films dramatische Folgen hat. Die Möglichkeit, dem Traum eines Anderen zu entkommen, indem man sich ebendort das Leben nimmt, führt zu nochmals komplexeren Handlungsverläufen und Wendungen. Inception spielte 825 Millionen US-Dollar ein und gewann - nicht zuletzt aufgrund der komplexen Handlung - weit über 20 Auszeichnungen. Unter diesen befinden sich auch vier Oscars, unter anderem für Ton, Kamera und visuelle Effekte. Hauptdarsteller Leonardo di Caprio ging bei der Verleihung allerdings leer aus – wie damals für ihn üblich. Inception läuft am Sonntag, den 18.02.2018 um 23:25 Uhr auf RTL II.

Die Geschichte des Zauberers von OZ ist seit Generationen sehr beliebt und wird bis heute immer wieder gern erzählt, gelesen oder auch in Film-Form verköstigt, vor allem in den USA. Dort ist die Erzählung "The Wonderful Wizard of Oz", die im Jahr 1900 erschien, so etwas wie hierzulande das Märchen von Hänsel und Gretel. Eine cineastische Interpretation des Werkes "Der Zauberer von OZ" ist auch der Film Tin Man aus dem Jahr 2007, der die Geschichte mit einem Hauch Science-Fiction und einer Prise Fantasy erzählt. Inhaltlich bewegt sich Tin Man nah am Original: Die von Zooey Deschanel gespielte Hauptfigur DG landet ungewollt in der Anderswelt OZ und versucht dort, ihre verlorenen Eltern wiederzufinden – und ihrer bösen Schwester, der Zauberin Azkadellia, das Handwerk zu legen. Begleitet wird sie auf diesem Abenteuer unter anderem von dem namensgebenden Blechmann (Tin Man) Wyatt Cain, der ebenfalls ein Hühnchen mit der fiesen Zauberin zu rupfen hat. Tin Man besteht in der deutschen Fassung aus zwei Teilen und wird am Montag, den 19.02.2018 um 20:15 Uhr bei Tele 5 zu sehen sein.

Technik-Startups gibt es besonders im Silicon Valley wie Sand am Meer. Geldgeber für ein neues Projekt zu finden, ist dementsprechend schwierig geworden. Ob und wie man für eine Mobile-Dating-App vielleicht doch zahlunsgwillige Investoren finden kann, zeigt die US-Comedyserie Betas. Vier IT-Geeks versuchen in der Serie ihre Dating-App "BRB" an den Mann zu bringen und greifen dabei zu recht unkonventionellen Mitteln – beispielsweise, indem sie für einen Datenabgleich mit ihrer App den Facebook-Account eines potenziellen Investors hacken und sich auf dessen private Party einschleichen. Meistens bleiben derartige Unternehmungen der Vier nicht ohne Konsequenzen, was jedoch nicht bedeutet, dass es stets zu ihrem Nachteil ausgeht. Ob das Startup der vier nerdigen Jungs auf dem hart umkämpften Schlachtfeld des Silicon Valley eine Chance hat, davon kann sich jeder selbst ein Bild machen. Die erste (und gleichzeitig auch letzte) Staffel von Betas ist ab sofort bei Amazon Prime Video zum Abruf verfügbar.

Haben Sie vielleicht noch den ein oder anderen sehenswerten Tipp? Welche Sendungen sollte man als Nerd nicht verpassen? Erzählen Sie doch in den Kommentaren davon!