10 Jahre E-Perso: Was Deutschland von Österreich lernen kann

Der E-Perso ist auch zehn Jahre nach seiner Einführung noch nicht im Alltag der Bürger angekommen. Österreich zeigt, wie man es besser macht.

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(Bild: Thomas Kuhlenbeck)

Von
  • Christian Wölbert
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Die Hoffnungen waren groß, als im November 2010 das "Gesetz über Personalausweise und den elektronischen Identitätsnachweis" in Kraft trat. Der "E-Perso" sollte fortan als sicherer, universeller Netzausweis dienen, für Behördendienste wie für Online-Geschäfte mit privaten Firmen.

Zehn Jahre später, sieht die Bilanz trist aus. Mittlerweile hat zwar fast jeder den Ausweis mit Chip im Geldbeutel stecken, doch im aktuellen "E-Government-Monitor" der wirtschaftsnahen Digitalisierungsinitiative D21 sagten nur sechs Prozent der Befragten, dass sie die Online-Ausweisfunktion jemals genutzt hätten – genauso wenige wie 2019. Der E-Perso kommt einfach nicht vom Fleck.

Und das, obwohl ein Handicap der ersten Jahre beseitigt ist: Mittlerweile braucht man kein spezielles Lesegerät mehr, um den Funkchip auszulesen. Seit 2017 können Android-Smartphones mit NFC als Lesegerät dienen, seit Herbst 2019 auch iPhones. Trotzdem nutzen2020 nicht mehr Menschen den Ausweis als früher.

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