ADFC setzt sich für Anbindung des Flughafens BER ans Radverkehrsnetz ein

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club will erreichen, dass der Flughafen BER und die Tesla-Gigafactory ähnlich dem Fraport ans Radverkehrsnetz angebunden werden.

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Der Fahrradclub stellt sich eine Anbindung des BER wie in Frankfurt vor oder in Kopenhagen, wie auf diesem Bild zu sehen.

(Bild: ADFC / Wörle)

Von
  • Florian Pillau

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) will erreichen, dass der Flughafen BER ans Radverkehrsnetz angebunden wird. Der Flughafen sei nicht sicher über Radwege erreichbar, Fahrradparkplätze fehlen.

Der Club fordert daher die Flughafengesellschaft FBB, die Gesellschafter Bund, Land Berlin und Land Brandenburg auf, die Erschließung des BER voranzutreiben. Im Gegensatz zum BER seien wichtige Flughäfen wie Amsterdam, Frankfurt oder Kopenhagen über das Radwegenetz ihrer Regionen erreichbar.

"Während Autobahn- und Bahnanbindung des Hauptstadtflughafens inzwischen gesichert sind, fehlt trotz früherer Ankündigungen eine zeitgemäße Lösung für den Radverkehr. Der Flughafen braucht eine sichere und komfortable Radwegeanbindung – und natürlich ein großes Fahrradparkhaus. Das gilt übrigens auch für die Tesla-Gigafactory in Grünheide", sagt ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork in der Pressemitteilung vom Mittwoch (25. Nov. 2020).

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Als vorbildliches Beispiel für den Ausbau einer Rad-Infrastruktur nennt der Verein den Frankfurter Flughafen mit seinem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Modellprojekt für fahrradfreundliche Gewerbegebiete. Zum Teil noch zu schaffende Radschnellwege sollen bis 2030 zehn Prozent der Beschäftigten sowie zahlreiche Flughafen-Besucher zum Umstieg aufs Rad bewegen. Die Fraport AG betreibt ein eigenes Internetangebot "Mit dem Fahrrad zum Flughafen" und ist vom ADFC als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" zertifiziert.

Die vom ADFC vorgeschlagene Trasse eines Radschnellwegs im berliner Süden

(Bild: Openstreetmap.org)

Der ADFC engagiert sich für die konsequente Förderung des Radverkehrs und ist mit mehr als 200.000 Mitgliedern weltweit die größte Interessenvertretung seiner Art.

(fpi)