Abkehr von Cookies: Die Zukunft des Trackings zwischen Komfort und Datenschutz

Bei der Frage, wie Third-Party-Cookies ersetzt werden können, stehen auch wesentlich invasivere Verfahren zur Diskussion, als es Third-Party-Cookies je waren.

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Von
  • Jo Bager
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Safari schmeißt Third-Party-Cookies nach 24 Stunden weg; Firefox sperrt Cookies in Website-spezifische Container ein; Google wird sich vom Tracking mit Third-Party-Cookies verabschieden – das bevorstehende Ende der Cookies erschüttert die Online-Werbebranche, weil sie die Axt an eine wichtige Erlösquelle anlegt: Ein immer größerer Anteil der Online-Werbung wird als sogenanntes Programmatic Advertising vermarktet, das dem Surfer zielgenau auf ihn abgestimmte Werbung präsentiert. Dies setzt aber möglichst akkurate Nutzerprofile voraus. Um Profile anlegen zu können, müssen die Werbetreibenden den Surfer bei seinen Streifzügen im Netz wiedererkennen, wofür sie Third-Party-Cookies nutzen.

Ein für alle Seiten akzeptabler Nachfolger für Third-Party-Cookies ist noch nicht gefunden. So gut wie jede Interessengruppe hat unterschiedliche Vorstellungen, wie Tracking in Zukunft funktionieren soll, seien es Browserhersteller, Adtech-Unternehmen, Standardisierungsgremien, Werbevermarkter, Datenschützer oder die Politik: eine sehr unüberschaubare Melange sich widersprechender Interessen.

Wie über Kreuz die Vorstellungen der verschiedenen Gruppen liegen, lässt sich gut am prominentesten Vorschlag festmachen: Googles FLoC (Federated Learning of Cohorts). Dabei wertet der Browser aus, welche Sites der Nutzer besucht, und weist ihn daraufhin einer Werbe-Kohorte von mehreren Tausend Nutzern zu.

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