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Apples neuer "Find my"-Dienst: iPhone, iPad und Mac per Bluetooth orten

Apples neue Suchen-App ermittelt den Standort vermisster Geräte auch ohne Netzzugang mit einem cleveren Verfahren. Wir erklären die Funktionsweise.

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Bislang funktioniert Apples Dienst zum Aufspüren verloren gegangener oder gestohlener Geräte nur, wenn sich die Gesuchten wenigstens kurzfristig per WLAN oder Mobilfunk mit dem Internet verbinden und dann ihren Standort in die iCloud funken. Das vereitelt etwa das Auffinden eines im Funkloch liegen gelassenen iPhones. In der neuen Suchen-App ("Find my") nutzt Apple daher ein zusätzliches Verfahren, um auch Rechner und iOS-Geräte zu orten, die gerade offline sind. Dabei kommt die Bluetooth-Schnittstelle zum Einsatz und ein raffiniertes kryptografisches Verfahren, das die hundertprozentige Anonymität der Daten garantieren soll.

Schwerpunkt: Apples neue Systeme

Das grundlegende Prinzip lässt sich rasch erläutern. In regelmäßigen Abständen sendet beispielsweise iPhone A, es ist offline, eine Statusmeldung per Bluetooth. Empfängt ein beliebiges anderes Apple-Gerät, zum Beispiel das iPhone B eines vorbeischlendernden Passanten, über Bluetooth die Statusmeldung von A, funkt iPhone B diese Information per Internet in die iCloud. Gleichzeitig ergänzt es die eigenen Koordinaten, die aufgrund der begrenzten Reichweite der Bluetooth-Module von etwa 10 Metern gut als Annäherung an den Standort des vermissten iPhones A taugen.

iCloud zeigt daraufhin dem Besitzer von iPhone A diesen Ort in der neuen Suchen-App. Sie ähnelt weitgehend der bisherigen iOS- und Web-App iPhone-Suche, wurde aber zusätzlich um die Funktion "Freunde finden" erweitert. Einfach gesprochen, nutzen sich Apple-Geräte untereinander als Relais-Stationen, falls sie selbst ohne Netzzugang sind, ganz ähnlich den Bluetooth-Schlüsseltrackern.

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