Audi baut Entwicklungszentrum für Hochvolt-Batterien am Standort Neckarsulm auf

Die Akku-Entwicklung bündelt Audi künftig in einem Zentrum für Hochvoltbatterien mit Prüfabteilung in Neckarsulm. Die Abteilung in Ingolstadt bleibt bestehen.

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Audi-Werk Neckarsulm im Luftbild

(Bild: Audi AG)

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  • Florian Pillau

Ein "Kompetenzzentrum für eine Schlüsseltechnologie der Elektromobilität” willAudi am Standort Neckarsulm errichten: Dort soll künftig die Entwicklung von Hochvoltbatterien für schnellladefähige Elektroautos gebündelt werden. Seit Ende vergangenen Jahres bildet der Autohersteller dazu bereits das künftige Personal aus. Die Hochvoltbatterie-Entwicklung am Standort Ingolstadt soll weiter bestehen, es soll bei der engen Zusammenarbeit der beiden Standorte bleiben.

Die Entwicklung der Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybrid-Modelle, die schon länger in Neckarsulm betrieben wird, ist ein Kristallisationskeim für Audis Batterietechnologie: Bis 2023 will die Marke des Volkswagen-Konzerns dort ein Erprobungszentrum von Hochvoltspeicher-Technik in Betrieb nehmen. Das dafür nötige Personal soll offenbar zunächst aus den eigenen Ressourcen stammen. So sollen im Batterietechnikum ab 2023 weitergebildete Ingenieure Pilotprojekte zu Hochvoltspeichern für Elektroautos durchführen, die zuvor im Prüftechnikum für Verbrennungsmotoren tätig waren. Insgesamt will Audi in den kommenden Jahren 500 bis 600 Millionen Euro in das Werk Neckarsulm investieren.

Die Produktion von Verbrennungsmotoren soll bis 2033 beendet, neue Modelle ab 2026 ausschließlich als Elektroautos auf den Markt gebracht werden – das sieht Audis Strategie "Vorsprung 2030" vor. Als einer der ersten Hersteller nahm Audi Elektroautos mit 800-Volt-Spannungsebene ins Programm. Den Anfang machte 2020 der Audi e-tron GT auf Basis der J1 Performance Platform von Porsche.

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Der verstärkte Ausbau der Batteriekompetenz bei Audi hängt unter anderem damit zusammen, dass es nun innerhalb des Volkswagen-Konzerns den Marken Audi und Porsche obliegt, diese Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität aller Konzernmarken voranzubringen.

Aufladen von Elektroautos

Inzwischen haben Audi und Porsche eine als PPE (Premium Platform Electric) bezeichnete gemeinsame technische Basis, auf der 2022 der Audi A6 e-tron erscheinen soll. Typischerweise bietet die PPE 100 kWh Batteriekapazität, eine entsprechende Reichweite von etwa 700 km und eine Ladestromaufnahme bis zu 270 kW dank der 800-Volt-Spannungslage. Damit sollen im Idealfall zehn Minuten Ladedauer für 300 Kilometer genügen.

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(fpi)