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Autonomes Fahren: Konzepte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer

Automatisierte Fahrzeuge sollen Unfälle mit Radfahrern und Fußgängern vermeiden. Die Kollision eines Testfahrzeugs mit einer Fußgängerin lässt daran zweifeln.

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Konzepte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer

Vor den Augen der Mutter wurde Mitte April in Hannover ein 11-jähriger Junge von einem Lkw erfasst und starb am Unfallort. Er war auf dem Radweg unterwegs, die Mutter hinter ihm, um ihn im Blick zu behalten. Auf einer Kreuzung geriet er vermutlich in den toten Winkel des Lkw-Fahrers, der rechts abbog und ihn mit dem rechten Vorderreifen überfuhr.

Dabei gibt es bereits Notbremsassistenten für Lkw: Sie könnten eine Vollbremsung auslösen, sobald Objekte im Fahrweg auftauchen. Zuvor warnen sie den Fahrer mit optischen, akustischen und haptischen Signalen. Darüber hinaus existieren Lkw-spezifische Abbiegeassistenten mit Sensoren für ein erweitertes Sichtfeld. Sie sollen dem Fahrer helfen, auch auf der Beifahrerseite befindliche Verkehrsteilnehmer zu sehen. Auch hier warnt der Assistent mit verschiedenen Signalen und kann das Fahrzeug im Notfall zum Stillstand bringen.

Während Fahrzeugzulieferer Wabco mit OnCity ein System vorgestellt hat, das ein erweitertes 180-Grad Sichtfeld bietet, offeriert Continental ein 360°-Kamerasystem. Es erkennt und lokalisiert mit mindestens vier rund um das Fahrzeug angebrachten Kameras Fußgänger und Fahrradfahrer. Außerdem berechnet es die Zeit bis zu einem möglichen Zusammenstoß. Die Bilder werden auf ein Spiegel-ähnliches Display in der Fahrerkabine übertragen, das die sonst üblichen großen Außenspiegel ersetzt. Ein LED-Lichtband in der Fahrzeugkabine weist zusammen mit einem akustischen Warnsignal auf die Gefahrensituation hin.

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