Autozulieferer ZF mit deutlichem Minus in Covid-19-Pandemie

Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020 meldet der Autozulieferer ZF einen Verlust von 741 Mio. Euro netto. Im Vorjahr waren es nach Steuern noch 400 Mio.

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Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Verantwortlich für: Ressort Forschung & Entwicklung, Ressort Vertrieb, musste einen Einbruch verkünden.

(Bild: ZF)

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  • dpa

Der Autozulieferer ZF hat 2020 einen Nettoverlust von 741 Millionen Euro geschrieben. Der Umsatz fiel um elf Prozent auf 32,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen heute bei der Vorstellung seines Jahresberichts mitteilte. Im Vorjahr hatte der Gewinn nach Steuern noch bei 400 Millionen Euro gelegen.

Gründe für die Verluste sind demnach neben den Auswirkungen der Pandemie die Umbrüche in der Automobilbranche und weiter hohe Investitionen. Allein in der ersten Jahreshälfte sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent.

Aufgrund der Zuwächse im Bereich E-Mobilität und der guten Auftragslage blickt ZF "zuversichtlich in die Zukunft", wie Konzernchef Wolf-Henning Scheider sagte. Der Umsatz solle in diesem Jahr voraussichtlich auf 37 Milliarden bis 39 Milliarden Euro steigen. Der Vorstand geht davon aus, im zweiten Halbjahr wieder profitabel zu arbeiten. Die Pandemie bleibe aber ein großer Unsicherheitsfaktor, sagte Scheider. Künftig will das Unternehmen ohne Entwicklung von Verbrennungsmotoren auskommen.

ZF - die Kennzahlen für 2020

(Bild: ZF)

(fpi)