BMW Plug-in-Hybride: Automatisch im E-Modus

BMW will den Strom in PHEVs gezielter nutzen und einen Anreiz schaffen, extern zu laden

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Die eZone wird auf der Karte im Navigationssystem hervorgehoben.

(Bild: BMW)

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BMW dürfte nicht allein sein, hat die Ziele aber nun klar definiert: Bis 2021 wird sich der Anteil der Antriebsvarianten, die ohne Elektrounterstützung auskommen, drastisch reduzieren. Die Rede ist von bis zu 50 Prozent. Anders ausgedrückt: Autos ohne Mild-, Plug-in-Hybrid oder alleinigen Elektromotor werden perspektivisch die Ausnahme sein. Doch das ist nur ein Schritt, den BMW sich vorgenommen hat. Ein weiterer ist, die Elektrifizierung gezielter als bisher einzusetzen.

Dafür gibt es den neuen digitalen Service „eDrive Zone“ in Plug-in-Hybriden. Das Auto fährt dann, wann immer möglich, in Stadtgebieten und ausgewiesenen Umweltzonen im E-Modus, also rein elektrisch. Ganz neu ist die Idee nicht, in einem Mercedes B 250e (Test folgt), den wir kürzlich in der Redaktion hatten, sind wir durch einige Dörfer stets elektrisch gerollt – unabhängig davon, ob die Batterie vorher extern geladen wurde. Im BMW 745e war es ähnlich. In beiden Fällen klappte das vor allem dann sehr gut, wenn im Navigationssystem eine Route eingegeben war. Für die Steuerung wird es dann einfacher, den Speicherinhalt einzuteilen. BMW verfeinert also nur diese Verteilung und nur etwas mit einem Namen, was bisher schon in ganz ähnlicher Form genutzt wurde.

BMW Plug-in-Hybride: Automatisch im E-Modus (3 Bilder)

In zuvor definierten Bereichen schalten die BMW Plug-in-Hybride nun in den E-Modus, sofern die Batterie ausreichend geladen ist.
(Bild: BMW)

Zur Erkennung ausgewiesener Gebiete nutzt „eDrive Zone“ die Geo-Fencing Technologie über GPS. Bei aktiviertem Service wird jede verfügbare „eDrive Zone“ auf der Karte im Navi hervorgehoben. Dort erscheint ein Hinweis auf das automatische Umschalten in den E-Modus, sobald das Fahrzeug eine solche Zone erreicht. Innerhalb der eDrive Zone ist der Plug-in-Hybrid so lange elektrisch unterwegs, wie es der Ladestand der Batterie zulässt. Im Idealfall bedeutet das nicht nur weniger Abgase vor Ort, sondern – nicht zu unterschätzen – auch weniger Lärm.

Im Laufe des Jahres will BMW zudem ein Anreizprogramm dafür schaffen, in Plug-in-Hybriden die Möglichkeit der externen Aufladung auch tatsächlich zu nutzen. Dabei soll jeder allein elektrisch zurückgelegte Kilometer registriert und mit Bonuspunkten belohnt werden. Die lassen sich beispielsweise gegen Strom an Ladesäulen von BMW Charging eintauschen. Von den am „Loyalitätsprogramm“ (O-Ton BMW) teilnehmenden Nutzern werden die elektrisch gefahrenen Kilometern über die ConnectedApp an BMW übertragen.

(mfz)